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Lila Downs und Woody Allen haben wahrscheinlich nur eines gemeinsam: sie wurden beide am Montagabend in 3sat porträtiert. Lila Downs ist teils US-amerikanischer, teils mexikanisch-indianischer Herkunft und verbindet in ihrer Musik Einflüsse des Jazz und Rock mit indianischen Traditionen. Ihrer schönen Altstimme hörte man gerne zu, denn sie verfügt über eine Fülle von Klangfarben und Tonhöhen. Dass sie beim Singen zuweilen in der Pose der schlichten Indianerfrau auf einsamen Berggipfeln stand, gefiel schon etwas weniger. Und im Interview, das zur Musik hinzutrat, sprach Downs dann viel von "positiven Energien", von "übersinnlichen Verbindungen", die sie zu ihren Ahnen unterhält und ähnlichem.
Wer mit dieser erhabenen Esoterik Schwierigkeiten hatte, konnte sich in der darauf folgenden Sendung erholen: Woody Allens normalmenschlich banale Lebenswelt in Manhattan wurde vorgeführt: Man sah Restaurants, in denen er zu essen pflegt, Straßen, in denen er einmal gewohnt hat usw. Freunde und Bekannte gaben Auskünfte über das Leben des new-yorkerischsten aller Filmemacher.
Allen selbst trat nicht in Erscheinung, aber manchmal wurden Bonmots von ihm als Schriftzug eingeblendet. Eines hieß: "Ich hasse die Wirklichkeit, aber sie ist der einzige Ort, an dem man ein anständiges Steak bekommt." Das würde man Lila Downs gerne ins Stammbuch schreiben. Aber so wie sie aussieht und redet, ist sie bestimmt Vegetarierin.
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