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Internet statt Roulettetisch

Von Sissi Eigruber

Wirtschaft

Vergangenes Jahr haben die Spieler in Österreich etwas weniger Geld bei den Casinos Austria gelassen. "Der Bruttospielertrag ist das erste Mal zurückgegangen", berichtete Leo Wallner, Generaldirektor der Casinos Austria, vor Journalisten.


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An 226 Spieltischen und 1.834 Automaten in Österreich erzielte die Casinos Austria AG einen Bruttospielertrag (Spieleinsätze minus Gewinnauszahlungen) von 218 Mill. Euro. Das sind um 4,3% weniger als im Jahr zuvor. Die Sparmaßnahmen in den privaten Haushalten haben sich anscheinend auch auf das Spiel-Budget ausgewirkt.

Allerdings gibt es einen höheren Jahresüberschuss, dieser stieg um 24,5% auf 12,5 Mill. Euro, was aber auch auf besondere Abschreibungsposten zurückzuführen sei, sagte Wallner. Das Unternehmen wird eine Dividende von 5,6 Mill. Euro ausschütten. Die gesamte Steuerleistung 2003 betrug 147,7 Mill. Euro. Die Anzahl der derzeit rund 1.850 Mitarbeiter könnte heuer etwas sinken, meint Wallner auf Frage der "Wiener Zeitung", betonte aber, dass dies einvernehmlich in Form von Pensionierungen bzw. "Golden Handshakes" geschehen werde. Scharfe Konkurrenz bläst den Casinos Austria durch die Betriebe an den Grenzen entgegen: "Es gibt rund 35 Casinos an den Grenzen, speziell an der zu Tschechien", so Wallner. Ein neues Casino bei der Burg Kreuzenstein in Leobendorf (NÖ) - unweit der Grenzen zu Tschechien, der Slowakei und Ungarn - soll ab 2006 mehr in- und ausländische Spieler zum Glücksspiel in Österreich bewegen.

Für das Gesamtjahr 2004 geht Wallner von einem "leichten Umsatzplus" aus. Der Ertrag dürfte hingegen durch den Erlös aus dem Verkauf der 100%-Tochter Card an den bisherigen US-Konkurrenten Shuffle Master in Höhe von 42 Mill. Euro kräftig aufgefettet werden.

Besseres Auslandsgeschäft

Der Konzernumsatz der Casinos Austria Gruppe (inklusive aller Beteiligungen) stieg im Jahr 2003 um 12,5% auf 2,32 Mrd. Euro. Der Konzern profitiere von der guten Entwicklung im Ausland und den neuen Sektoren. Dazu zählen vor allem die neuen Geschäftsfelder der Österreichischen Lotterien, an denen die Casinos Austria zu 34% beteiligt sind. So hätten die neue Spieleplattform win2day.at und die Einführung der Nummernlotterie ToiToiToi wesentlich zum Erfolg beigetragen. Heuer kommen zusätzlich neue Video Lotterie-Terminals auf den Markt.