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Iran ist auch "Information" zu viel. | Teheran. Für den Fall, dass die IAEO entscheidet, die "Akte Iran" an den UN-Sicherheitsrat zu überweisen, will die iranische Regierung sofort an die "Durchführung von Plan B" gehen.
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Dieser sieht vor, dass das vom iranischen Parlament verabschiedete Gesetz, die freiwillige Zusammenarbeit mit der UNO zu beenden und unangemeldete Inspektionen in Atomanlagen zu untersagen, umgehend umsetzen ist.
Heute wird im iranischen Parlament die weitere Vorgangsweise, etwa ob auch das Ölministerium sich in der Sache einschalten wird, besprochen.
Zuvor hatte der Expräsident Ali Akbar Hashemi-Rafsanjani beim Freitags-Gebet in Hinblick auf die Einschaltung des UN-Sicherheitsrates betont, dass die Westmächte einen "schwer wiegenden Fehler" begehen würden.
Auf Anfrage der "Wiener Zeitung" unterstrichen iranische Delegationsmitglieder, dass der von westlicher Seite gepriesene "rein informative Charakter" der Überweisung an das UN-Gremium, für den islamischen Gottesstaat Grund genug sei, Sofortmaßnahmen zu erörtern: "Auch wenn derzeit keine konkreten Sanktionen geplant sind, so muss sich der Westen nun bewusst sein, dass hiermit eine Linie überschritten wurde und die Konsequenzen zu tragen sind. Wir sind vom Gesetz her verpflichtet, angemessen zu reagieren", so ein hochrangiger Diplomat.
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