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Isländer blieben aus: Salzburger Skihotel Speiereck pleite

Von Kid Möchel

Wirtschaft

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Salzburg. Die Unternehmerin Thuridur Thordardottir, gebürtige Isländerin und Betreiberin des Skihotels Speiereck in Sankt Michael, Salzburg, wollte ihre fremdenverkehrsfreudigen Landsleute nach Salzburg lotsen. Doch der Plan ging anscheinend schief. "Als Insolvenzursache wird angeführt, dass die Hauptzielgruppe, Isländer sind, aber die geplante Umsatzentwicklung durch die Entwicklung der isländischen Wirtschaft in den vergangenen Jahren behindert wurde", weiß Klaus Zuckerstätter vom Alpenländischen Kreditorenverband (AKV).

Das Einzelunternehmen hat 550.000 Euro Schulden angehäuft, davon entfallen 440.000 Euro auf Bankschulden. Die Aktiva werden mit 325.000 Euro beziffert, davon entfallen 300.000 Euro auf eine Liegenschaft, der Rest ist Inventar. Laut AKV ist das Grundstück aber mit hypothekarischen Pfandrechten belastet.

Die Hotelbetreiberin will den Gläubiger 20 Prozent Quote im Rahmen des Sanierungsverfahrens zahlen. Zur Erfüllung der Quote sollen verstärkte Werbemaßnahmen das Geschäft mit isländischen Gästen wieder ankurbeln, die Kostenstruktur gestrafft werden, und eine neue Liftanlage in der Nähe des Hotels soll dessen Attraktivität stärken. Zugleich habe die Familie von Thordardottir finanzielle Unterstützung zugesagt.