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Ist Donut Alpha ein habitabler Planet?

Von Edwin Baumgartner

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Die ganze Astronomie ist in Aufruhr. Zwei Erkenntnisse sind’s, die durchdacht sein wollen.

Da ist, erstens, die Sache mit der habitablen Zone: Leben, hieß es, könne nur auf einem Planeten entstehen, der gewisse Bedingungen erfülle. Etwa dürfe er nicht zu weit von einer Sonne entfernt, aber ihr auch nicht zu nahe sein. Die habitable Zone war ein Dogma bei der Suche nach außerirdischem Leben. Doch das Dogma bröckelt. Könnte Leben auch unter ganz anderen Bedingungen entstehen?

Dann ist da, zweitens, die Erkenntnis, die Simon Lock und Sarah Stewart im "Journal of Geophysical Research" veröffentlicht haben: Ihr zufolge kann ein Planet die Form eines Donuts haben.

Stellen wir uns vor, beides kommt zusammen. Da hat sich auf Donut Alpha intelligentes Leben entwickelt, und diese Abserphismer (fragen Sie nicht, was ein Abserphismer ist - diese Siebenbeiner mit ihren elf Stielaugen auf den drei Rüsseln, das sind jedenfalls Abserphismer) kommen auf die Erde und sehen, dass wir Abbilder ihres Planeten essen. Man kann nur hoffen, dass sie echte Pazifisten sind, die Abserphismer.

Andererseits: Wenn ein Planet wie ein Donut aussehen kann, dann wohl auch wie eine Sachertorte. Oder (erschreckender Gedanke!) wie eine Pizza. Am Ende muss man den Flacherdlern noch Abbitte leisten. Und die Abserphismer kommen, weil sie wissen wollten, ob die blaue Pizza, die, von ihnen aus gesehen, in einer ganz und gar nicht habitablen Zone kreist, eigentlich bewohnt ist. Weil ja das Dogma der habitablen Zone nichts mehr gilt. Dort bei den Abserphismern auf Donut Alpha.