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Italiens Linke in Turbulenzen

Von Rainer Mayerhofer

Europaarchiv

Kandidat der PD-Spitze scheitert bei Vorwahlen in Apulien. | Wien/Bari. Obwohl sowohl der Chef der demokratischen Partei (PD), Pierluigi Bersani, als auch Ex-Premier Massimo DAlema bei den Vorwahlen für die Regionalpräsidentschaft in Apulien für den Wirtschaftsprofessor Francesco Boccia Stimmung gemacht hatten, errang der bisherige Regionalpräsident Nichi Vendola einen haushohen Sieg bei überaus hoher Wahlbeteiligung. Vendola, der aus der Rifondazione Comunista kommt, bekam rund 70 Prozent von fast 200.000 abgegebenen Stimmen. Bereits vor fünf Jahren hatte Vendola sich gegen den aus der christdemokratischen Margherita-Gruppierung stammenden Boccia durchgesetzt, allerdings mit wesentlich geringerem Vorsprung .


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Die PD-Führung hatte auf Boccia gesetzt, weil sie die christdemokratische UDC von Ex-Kammerpräsident Pier Ferdinando Casini in ein Wahlbündnis für die am 28. und 29. März stattfindenden Regionalwahlen holen will. Casini ist aber für eine Unterstützung Vendolas nicht zu haben. Seine Partei hat außerdem in Kalabrien und Kampanien bereits Bündnisse mit dem Berlusconi-Lager geschlossen. In den Regionen Piemont, Liguren, Marken und Basilicata hat die UDC Bündnisse mit der PD.