)
Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 26 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.
Der Nationalfeiertag ging auch am ORF nicht spurlos vorbei. Neben der traditionellen Rede des Bundespräsidenten, die heuer mehr als nur formellen Charakter hatte, gab es ein kompaktes Stück
Österreich im Hauptabendprogramm von ORF 2. Nach Sepp Forchers "Klingendes Österreich" war eine weitere Folge der Reihe "Österreich · Unser Jahrhundert" an der Reihe. Im Mittelpunkt stand dabei das
Bild der Frau, das gesellschaftlich vermittelt wird, obwohl die Folge schlicht "Kinder · Wie die Zeit vergeht. Der Alltag in diesem Jahrhundert" benannt wurde. Da kamen altehrwürdige Ressentiments
auf, gegen Miniröcke und Jeans, Antibabypille und Bikini.
Die Reihe selbst kann für so viel Leidenschaft nicht sorgen. Denn das simple Aneinanderreihen von audiovisuellen Zeitzeugnissen sorgt eher für Langeweile. Jede Folge ist nach demselben Muster
gestrickt, spätestens nach 20 Minuten befindet sich der Seher beim Zweiten Weltkrieg. Die letzten 30 Jahre dieses Jahrhunderts werden nur kurz gestreift.
Wirklich aussagekräftig ist die Sendung nicht. Impressionen eines Jahrhunderts sind zwar eine recht gute Idee, in der dargebrachten Form aber verzichtbar. Wie man einen themenspezifischen Rückblick
gestalten kann, zeigt übrigens seit geraumer Zeit der "Westdeutsche Rundfunk" mit seiner Reihe "Pop 2000" über die Entwicklung der Populärmusik. Es wäre nett, diese im ORF wiederzusehen.
)
)
)
)