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Jausen-und Paketabgabe

Von Petra Medek

Wirtschaft

Die "klassischen" Postgeschäfte, von der Überweisung bis zur Aufgabe eines Briefs oder Pakets, kann man nun auch im Lebensmittelgeschäft abwickeln.


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Zumindest in Stein an der Enns, denn in dieser steirischen Gemeinde startet die Post in Kooperation mit der Sektion Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) am 21. Mai 2001 ein Pilotprojekt. Gleichzeitig mit dem Start des Projektes bei dem dort ansässigen Lebensmittelhändler schließt das dortige - defizitäre - Postamt.

Die P.S.K.-Bankgeschäfte werden von den Greisslern jedoch nicht übernommen, betonte Post-Vorstandsmitglied Josef Halbmayr gestern in einem Pressegespräch. 2,50 Schilling erhalten die Lebensmittelhändler für die Annahme von Briefen sowie 12 Schilling pro Paket. Insgesamt sei für die Post-Partner ein Umsatz von mindestens 100.000 Schilling pro Jahr zu erwarten, so Halbmayr.

Bis Jahresende sollen insgesamt 12 bis 15 Kooperationsverträge abgeschlossen werden, die Kosten für die Post bezifferte Halbmayr mit 1,5 bis 2 Mill. Schilling. Neben dem Handel kämen auch die Gemeindeämter als mögliche Post-Partner in Frage.

Novelle soll Handel mehr Nebenrechte einräumen

Mehr Nebenrechte soll dem Handel die in Planung befindliche Gewerbeordnungsnovelle bringen. Damit könnte Lebensmittelgeschäften beispielsweise die Zubereitung warmer Speisen erlaubt sein, sagte der Obmann der WKÖ-Sektion Handel, Erich Lemler. Bis zum Sommer soll ein entsprechender Entwurf vorliegen, erklärte ein Mitarbeiter des Wirtschaftsministeriums auf Anfrage der "Wiener Zeitung". Bei einigen Punkten der Novelle wie der Erleichterung des Unternehmenszugangs sei die konkrete Umsetzung jedoch noch unklar, so der Experte.