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Die Gerüchte um Udo Jesionek als Anwärter für das Amt des Justizministers in einer Regierung unter SP-Beteiligung wollen nicht verstummen. Jesionek selbst, der mit Jahresende aus Altersgründen seine Tätigkeit als Präsident des Jugendgerichtshofs Wien beendet, beteuert im Gespräch mit der "Wiener Zeitung", "nicht besonders heiß darauf" zu sein.
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Eine "lustige Koinzidenz" wäre es schon, muss Jesionek schmunzeln, wenn Vater und Sohn gleichzeitig in die Politik einstiegen. (Reinhard Jesionek kandidiert für das Liberale Forum.) Allerdings sei er noch nicht gefragt worden, ob er überhaupt an diesem Amt Interesse habe, teilte Jesionek am Rande der - derzeit im südsteirischen Gamlitz stattfindenden - Jugendrichtertagung mit. Zwar sei der Job eine "interessante Aufgabe", nur "liegt mir überhaupt nichts daran, als Minister hofiert zu werden".
Jesionek: "Ich möchte schon im Interesse des Rechts und des Rechtsstaates weiter wirken." Am liebsten wäre ihm das jedoch als Berater eines konstruktiven Ministers. Ausschließen will Jesionek, der sich durch die Gerüchte, wie er sagt, geschmeichelt fühlt, nichts. Es sei freilich zu früh, das Fell des Bären zu verteilen.
Die Jugendrichter tagen noch bis morgen. Die "Wiener Zeitung" wird sich in ihrer Rubrik "Mit Fug und Recht" kommenden Montag mit dem Problemkreis des Heranwachsenden-Strafrechts befassen.
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