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Jetzt melden für die Berufs-WM

Von Erika Bettstein

Wirtschaft

Bis zum 2. September können sich Jugendliche für die 37. Berufs-WM "WorldSkills" im Juni 2003 in St. Gallen in der Schweiz melden. "Vor den Vorhang gebeten" werden damit österreichische Klein- und Mittelbetriebe, die die meisten Lehrlinge ausbilden. Dokumentiert wird gleichzeitig die Qualität des österreichischen dualen Ausbildungssystems, das die heimischen TeilnehmerInnen seit 1958 mit insgesamt 151 Medaillen zu Weltmeisterehren gebracht hat, erklärt Michael Landertshammer, Leiter der Bildungspolitik in der WKÖ.


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Österreich ist seit 1958 Mitglied der IVTO, der "International Vocational Training Organisation", dem Veranstalter der Berufs-WM. 22 Mal haben ÖsterreicherInnen bisher ihre Kräfte in Sachen professioneller Fertigkeiten gemessen - mit herausragendem Erfolg: 1995, 1997 und 1999 waren die Teams aus Österreich sogar Mannschaftsweltmeister.

25 nominierte Berufe

Etwa 700 TeilnehmerInnen aus 37 Nationen werden zu "WorldSkills 2003" erwartet. Aus Österreich sollen Jugendliche aus der neuen Rekordzahl von 25 Berufen entsendet werden - womit bewiesen werden soll, "dass das duale Berufsbildungssystem auch für neue technologieorientierte Berufe das beste ist", sagt Landertshammer. Dahinter steht auch die Absicht zum Imageaufbau und zur Motivation der Jugendlichen, sich dem Wettbewerb auch in weniger populären Berufenzu stellen. Denn immer noch rangieren hierzulande die "Klassiker" Bürokaufmann, Kfz-Mechaniker und Friseurin an 1. Stelle der Beliebtheitsskala.

An der Berufs-WM 2003 teilnehmen können Maschinenschlosser, Werkzeugmacher, Mechatroniker-Teams, Technische Zeichner-CAD, CNC-Dreher, CNC-Fräser, Informationstechnologen, Schweißer, Fliesenleger, Sanitärinstallateure, Elektroinstallateure, Betriebselektriker, Maurer, Steinmetze, Maler, Möbeltischler, Bautischler, Floristen, Friseure, Konditoren, Automechaniker, Köche, Restaurantbedienungen, Landschaftsgärtner-Teams und Webdesigner - wenn sie die Voraussetzungen erfüllen. TeilnehmerInnen dürfen nämlich im Wettbewerbsjahr nicht älter als 22 Jahre sein und müssen über ausreichende Berufserfahrung und überdurchschnittliche Kenntnisse verfügen. Weil pro Beruf nur eine Person - Ausnahme: 2er-Teams bei Landschaftsgärtnern und Mechatronikern - teilnehmen kann, erfolgt die Qualifikation in einer nationalen Vorauswahl durch die Wirtschaftskammer-Organisation.

Sportpsychologie inklusive

Neben dem fachlichen Training steht für die Teilnehmer-Innen aus Österreich auch eine sportpsychologische Vorbereitung auf dem Programm. Denn an den vier Wettbewerbstagen herrscht Stress: Unter den gestrengen Augen von Experten müssen die Jugendlichen ein berufsspezifisches Werk erstellen, das im internationalen Vergleich natürlich möglichst gut abschneiden soll. Dafür winkt eine glanzvolle Eröffnungsfeier wie auch eine große Schlussparty mit Siegerehrung - "und das sind Mega-Events a la Olympische Spiele", erzählt Landertshammer.

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Rund 6 Tonnen Werkzeug und Material werden für den Bewerb von der Wirtschaftskammer zum Austragungsort transportiert. Die WKÖ trägt auch sämtliche Kosten: "Die Unternehmer müssen uns nur die Zeit ihrer Lehrlinge schenken und sie in der Trainingsphase unterstützen", erklärt Landertshammer. Was diese im Sinne der gemeinsamen Qualitätsdemonstration gerne tun. Unterstützt wird "WorldSkills 2003" von Emco Industrial Training Systems und der AUVA, die angesichts dramatischer Arbeitsunfallszahlen bei Lehrlingen Bewusstsein schaffen will.

Informationen: WorldSkills Austria, WKÖ, Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien, Tel.: 501 05 DW 4085, Fax: 501 05 DW 261, E-Mail: Worldskills@wko.at, http://www.worldskills.at oder http://www.wko.at/worldskills