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Experten rechnen mit insgesamt rund 50 Millionen Euro. | Wien. Mitarbeiter abzubauen kostet Geld, mitunter sogar sehr viel Geld. Im Fall der schwer kriselnden AUA, die binnen Jahresfrist rund 1000 Stellen einsparen will, könnten es bis zu 50 Millionen Euro (und auch mehr) sein. So zumindest lautet eine grobe Schätzung von Experten.
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Bei der AUA heißt es dazu nur: "Wir kommentieren das nicht." In Sachen Personalabbau seien zum jetzigen Zeitpunkt noch zu viele Details offen. Die neuen Sparpläne durchziehen will das Management jedenfalls über einvernehmliche Lösungen (bei denen wohl auch Golden-Handshakes angeboten werden), das Nicht-Nachbesetzen frei werdender Posten, über das Auslagern von Stellen und auch über Kündigungen.
Ähnliche Vorgangsweise
Vor fast drei Jahren hat die AUA unter ihrem damaligen Chef Alfred Ötsch bereits rund 1000 Planposten gestrichen - und ist dabei ähnlich wie jetzt vorgegangen. Unter dem Strich fielen für diesen Stellenabbau Kosten von exakt 81,3 Millionen Euro an. Sie waren vor allem deshalb so hoch, weil damals allein für 130 Piloten stolze Sonderabfertigungen von bis zu 500.000 Euro gezahlt wurden.
Doch jetzt ist die Situation eine andere. Und darum setzen Airline-Analysten die möglichen Kosten mit rund 50 Millionen auch deutlich tiefer an. Denn diesmal gehe es weniger um Piloten (die im Vergleich zu ihren Kollegen überdurchschnittlich gut verdienen). Golden-Handshakes würden schon deshalb wesentlich geringer ausfallen als 2006, heißt es. Außerdem gebe es in vielen Ländern, wo die AUA Mitarbeiter habe, keine Ansprüche auf Abfertigung.
Der Sparstift regiert
Seit 2008 hat die AUA, die wegen Brüssel gerade um ihren designierten Partner Lufthansa bangen muss, in Summe 275 Millionen Euro eingespart - durch Maßnahmen wie Kurzarbeit, abgespeckte Flugpläne und neue Lieferanten-Verträge. Nachhaltig davon sind dem Vernehmen nach 100 bis 120 Millionen Euro (die Kurzarbeit etwa ist ja nur befristet). Mit zusätzlichen Einsparungen von 80 bis 100 Millionen (wie jetzt beim Personal) sollte die AUA am Ende des Tages dann wie geplant 200 Millionen Euro echt eingespart haben.
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