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Jobs werden US-Wahlkampfthema

Von Helmut Dité

Wirtschaft

Nach zahlreichen Konjunkturindikatoren hat im März auch der Arbeitsmarkt in den USA mit dem höchsten Stellenzuwachs seit fast vier Jahren eine Erholung signalisiert. US-Präsident George W. Bush, konfrontiert mit schlechten Umfragedaten, versucht nun im Wahlkampf beim Thema "Arbeitsplätze" wieder Boden gut zu machen.


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Laut Bericht des Arbeitsministeriums sind im März in den USA 308.000 neue Arbeitsplätze entstanden - der höchste Anstieg seit April 2000. In den sechs vorangegangenen Monaten waren durchschnittlich 75.000 neue Arbeitsplätze pro Monat entstanden. Volkswirte werten den März-Anstieg als Anzeichen, dass sich die Konjunkturerholung in den USA allmählich auch auf den Arbeitsmarkt auswirkt. Dennoch stieg die Arbeitslosenquote vorerst von 5,6 auf 5,7%.

Bush, dem sein demokratischer Herausforderer John Kerry vorwirft, dass in seiner Amstzeit bisher 2,6 Millionen Jobs verloren gegangen sind, kündigte vor seiner Abreise in die Osterferien auf Wahlkampftour in North Carolina ein massives neues Programm zur Höherqualifizierung an, um den Abbau vom industriellen Arbeitsplätzen in den Vereinigten Staaten zu stoppen.

Die öffentliche Zustimmung für die Geamtarbeit von Präsident Bush ist indes laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage auf nur noch 43% gesunken, den tiefsten Stand in seiner Amtszeit. Die Wirtschaftspolitik des Präsidenten unterstützten demnach 39% der Befragten, die Enegiepolitik 29%. Mit seiner Irak-Politik sind nur noch 40% zufrieden, 53% lehnen sie ab. Im Jänner hatten noch 60% Prozent Bushs Irak-Politik gutgeheißen. Neben den schlechten Nachrichten aus dem Irak machten Bush auch die hohen Benzinpreise zu schaffen, hieß es seitens des Washingtoner Pew Research Center. In Umfragen im März lagen Bush und sein demokratischer Herausforderer John Kerry vor der Präsidentenwahl in der Wählergunst fast gleichauf.