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Josef Pröll im Liegegips

Von Walter Hämmerle

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Churchill wäre das nicht passiert - für ihn war Sport noch Mord. Josef Pröll ist da aus anderem Holz geschnitzt. | Sport steigert die Leistungsfähigkeit, erhöht das Wohlbefinden, verbrennt überschüssige Energiereservoirs - und gefährdet mitunter die eigene Gesundheit. Diese schmerzhafte Erfahrung musste nun Josef Pröll erleiden. Den schwarzen Umwelt- und Landwirtschaftsminister zwang eine Sportverletzung am Mittwoch unters Messer. Ein Muskel-Bündel war arg lädiert.


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Wer nun afn einen spektakulären Action-Unfall glaubt, muss enttäuscht werden. Die Verletzung zog sich Pröll schon vor längerer Zeit zu, widmete ihr jedoch zu wenig Beachtung und sportelte munter weiter - bis ein OP-Termin auf ärztliches Anraten unvermeidlich wurde.

Bis auf weiteres wird nun ein Liegegips den Umweltminister, der bereits am Donnerstag das Spital wieder verlassen konnte, in seinem physischen Bewegungsspielraum einschränken. Gute Besserung!

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Langsam sickern die Hintergründe des österreichischen Vorstoßes für eine Lösung des leidigen Problems der Quoten für ausländische Studenten an den heimischen Medizin-Unis durch. Bekanntlich sieht die EU-Kommission darin einen Verstoß gegen europäische Rechtsprinzipien. Wien will nun eine entsprechende Erlaubnis im EU-Reformvertrag verankern.

Die Idee wurde schon vor einiger Zeit von den mit der Sache betrauten Beamten entwickelt, geriet jedoch gegen Ende der deutschen Präsidentschaft (erstes Halbjahr) wieder aus dem Blickfeld - nur um beim Gipfel der EU-Außenminister vergangene Woche in Portugal wie Phönix aus der Asche aufzuerstehen.

Gegen diesen Plan spricht, dass die Stimmung in der EU eindeutig gegen ein Aufschnüren des paktierten EU-Reformvertrags wegen nationaler Sonderwünsche spricht. Schließlich könnte dann ja jeder kommen. Dafür spricht, dass selbst die EU-Kommission ein Interesse daran hat, dieses Thema endgültig vom Tisch zu bekommen.

Bundeskanzler Alfred Gusenbauer könnte daher versucht sein, sein Glück in der berühmt-berüchtigten "Nacht der langen Messer" zu versuchen, die noch jeden europäischen Vertragsgipfel begleitet hat. Der Reformvertrag-Gipfel ist für Dezember geplant. Anders als Polen oder England, die zuletzt auf diese Strategie unter Androhung ihres Vetos setzten, kann Österreich dabei vielleicht sogar auf die Sympathie einer schweigenden Mehrheit setzen.

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Zum Staunen regt seit Monaten die nationale Stimmungslage an: Wie ist es zu erklären, dass in sämtlichen Umfragen die ÖVP knapp, aber doch vor der Kanzler-Partei liegt (nur ein SP-nahes Institut sieht Rot und Schwarz gleichauf)?

Für OGM-Meinungsforscherin Karin Cvrtila liegt die Erklärung auf der Hand: Die Wähler tragen der SPÖ nach wie vor die gebrochenen Wahlversprechen nach - Nutznießer ist im Moment die ÖVP - daran ändert auch deren chaotisches Themenmanagement während des Sommers wenig. Angesichts verhältnismäßig günstiger Umfragewerte sollte sich aber auch die ÖVP nicht allzu sicher fühlen, so Cvrtila, denn: "Prinzipiell ist es so, dass die Bevölkerung angefressen ist, weil beide Parteien nur streiten."