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Kalina: "Habe kein Mandat von Häupl"

Von Bernd Vasari

Politik

Aufregung auf Twitter, nachdem ehemaligen SP-Bundesgeschäftsführer Unvereinbarkeit vorgeworfen wurde.


Wien. "Du bist Häupl-Berater für Wien-Wahl und machst zugleich Umfragen zur Wien-Wahl. Ist das nicht absolut unvereinbar?" Mit dieser Twitter-Meldung warf Stefan Petzner (vormals BZÖ) dem ehemaligen SP-Bundesgeschäftsführer Josef Kalina Unvereinbarkeit vor.

Petzner reagierte dabei auf eine Umfrage der Firma Unique Research, an der Kalina 50 Prozent hält. In der Umfrage wurde die SPÖ-Kampagne zum Bau von neuen Gemeindewohnungen positiv bewertet. Kalina hatte das Ergebnis auf Twitter so kommentiert: "Unsere aktuelle Umfrage für Krone: Häupls Gemeindebaucoup geht voll auf!"

Petzner bezog sich in seinem Vorwurf auf einen Artikel der "Wiener Zeitung". Darin gab der SPÖ-Parteimanager Georg Niedermühlbichler an, dass die PR-Firma Unique Relations (Kalina hält 75 Prozent, Anm.) den Wiener SP-Wahlkampf leite.

Unabhängige Agenturen, selbes Logo, selbe Adresse

Kalina twitterte an Petzner: "Glatte Fehlinformation. Habe keinerlei Mandat von Häupl/SPÖ Wien." Der "Wiener Zeitung" sagt er außerdem, dass es hier zu einer Verwechslung gekommen sei. Schließlich würde die Firma Unique Werbegesmbh und nicht die Unique Relations den SP-Wahlkampf führen. "Das sind zwei völlig voneinander unabhängig arbeitende Agenturen, die auch komplett andere Felder betreuen", sagt er.

Dass die Werbegesmbh 25 Prozent an der Unique Relations hält und alle drei Unique-Firmen dasselbe Logo und dieselbe Firmenadresse haben, sei gewollt. "Das ist der Sinn", sagt Kalina. "Eine Marke soll eine Marke sein."