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Kampf gegen Armutsblindheit in Afrika

Von Peter Kantor

Wissen

Eine neue Augenklinik in Burkina Faso, die Ausbildung von Augenärzten in Nairobi und Rehabilitationszentren für Kinder in Tansania: Die Liste der Aktivitäten von "Licht für die Welt" im Jahr 2004 ließe sich noch weiter verlängern und zeugt von der erfolgreichen Arbeit der Organisation in Entwicklungsländern. Auch 2005 sollen über 120.000 Spender Projekte für blinde und anders behinderte Menschen ermöglichen.


Immer mehr Menschen in Österreich engagieren sich für den Kampf gegen Armutsblindheit. "Exakt 120.629 Personen, Firmen und Institutionen haben im Jahr 2004 mit einer oder mehreren Spenden die Arbeit von Licht für die Welt gefördert, um rund 7.000 mehr als 2003", freute sich Geschäftsführer Rupert Roniger gestern in einer Pressekonferenz in Wien. Die direkten Projektzuwendungen konnten damit um 20 Prozent gesteigert werden.

Die Sternstunde der Aktivitäten 2004 sei die Eröffnung der Augenklinik in Zorgho/Burkina Faso gewesen, wo es bisher nur vereinzelte Operationseinsätze für die 2,5 Millionen Einwohner in der Region gegeben habe, erzählt "Licht für die Welt"-Fürsprecherin Chris Lohner.

Erblindungen vermeidbar

Neben dem Aufbau von Augenkliniken widmete sich die Organisation 2004 der Ausbildung von Ärzten. "Derzeit finanzieren wir die Ausbildung von elf afrikanischen Augenärzten in Kenia und Tansania. Nur durch einheimische Fachkräfte können wir nachhaltig die Lage für augenkranke Menschen zum Besseren wenden. Denn 80 Prozent der Erblindungen wären mit fachgerechter Hilfe vermeidbar", erklärte Augenarzt Karl Rigal vom Wiener Hanuschkrankenhaus, der auch Vorstand von Licht für die Welt ist.

Als dritten Schwerpunkt konzentriert sich die Organisation auf die Förderung von Behinderten. Unterstützt von der EU wurde etwa in Tansania mit der Umsetzung eines großflächigen Programms zur Rehabilitation von behinderten Kindern begonnen. Heuer ist u.a. der Aufbau von zwei weiteren Zentren geplant. "Wir haben uns für 2005 das Ziel gesetzt, 10.000 behinderten Kindern durch gezielte Rehabilitation, etwa durch orthopädische und optische Hilfsmittel und schulische Bildung, neue Lebensperspektiven zu schenken", meinte Roniger.

Spendenkonto: PSK 92.011.650 http://www.licht-fuer-die-welt.at .