Zum Hauptinhalt springen

Katastrophe im Universum

Von Gerald Jatzek / WZ Online

Wissen

NASA beobachtet monströse Supernova | Das Ereignis ist zwar schon einige Zeit her, aber wir haben erst jetzt Kenntnis davon erlangt. Die US-Weltraumbehörde NASA veröffentlichte Fotos der hellsten Supernova, die bislang entdeckt wurde. Die rund 240 Millionen Lichtjahre entfernte Sternenexplosion wurde im Herbst vergangenen Jahres entdeckt und danach vom Weltraum-Teleskop Chandra und mehreren Observatorien beobachtet.


Nathan Smith, der Leiter des Astronomenteams, das den Vorgang beobachtete, bezeichnete den Vorgang als "monströs". Er schätzt die Masse des Sterns mit der Bezeichnung SN 2006gy auf das 150-fache unserer Sonne.

Alex Filippenko des Keck Observatory in Mauna Kea, Hawaii, erklärte: "Wir waren überrascht, wie hell der Stern wurde, und wie lange die Explosion dauerte."

Hintergrund

Eine Supernova ist das schnell eintretende, helle Aufleuchten eines Sterns am Ende seiner Lebenszeit durch eine Explosion, bei der der Stern selbst vernichtet wird. Die Leuchtkraft des Sterns nimmt dabei millionen- bis milliardenfach zu, er wird für kurze Zeit so hell wie eine ganze Galaxie, bei einer Hypernova sogar das billiardenfache, also so hell wie ein Galaxienhaufen.

Es gibt zwei grundsätzliche Mechanismen, nach denen Sterne zur Supernova werden können:

- Massereiche Sterne mit einer Anfangsmasse von mehr als etwa 8 Sonnenmassen beenden ihre Entwicklung mit einem Kernkollaps nach dem völligen Verbrauch ihres nuklearen Brennstoffs. Es kann ein kompaktes Objekt, etwa ein Pulsar oder ein Schwarzes Loch, entstehen.

- Sterne mit geringerer Masse können ebenfalls als Supernova explodieren, aber nur dann, wenn sie sich in einem engen Doppelsternsystem befinden und in ihrem vorläufigen Endstadium als Weißer Zwerg Material von ihrem Begleiter, typischerweise einem roten Riesen, akkretieren. Im Laufe der Zeit kann es dabei zu mehreren Nova-Ausbrüchen kommen, bei dem der Wasserstoff des akkretierten Gases fusioniert und Fusionsprodukte zurück bleiben. Das setzt sich so lange fort, bis die Masse des Weißen Zwergs die Chandrasekhar-Grenze überschreitet und er durch seine Eigengravitation zu kollabieren beginnt. Die dabei einsetzende Kohlenstofffusion zerreißt den Stern völlig. Daher wird dieses Phänomen auch als thermonukleare Supernova bezeichnet, eine weitere Bezeichnung ist Supernova vom Typ 1a.

(Quellen: NASA, Wikipedia)

Chandrasekhar-Grenze