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Keilabsatzlos durchs Leben

Von Christina Böck

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Es gibt Informationsgeschenke, die sind zu schön, um sie als Fake News abzutun. Wie die "Tatsache", dass die Queen jemanden beschäftigt, der ihre Schuhe einträgt. Das ist beachtlich, selbst für eine Monarchin. Wie mag das Bewerbungsgespräch ausgesehen haben? Sind lackierte Zehennägel angebracht oder eben genau nicht? Wenn ja, müssen es die Farben der britischen Krone sein? Darf eine königliche Schuheinträgerin keine High Heels mehr tragen, die den königinnenähnlichen Fuß verformen könnten? Darf sie ab Stellenantritt ausschließlich Schuhe im Stil der Königin tragen - Marke formschön und praktisch? Das weiß man alles nicht. Was man aber - angeblich - weiß, ist eine weitere Treter-Kaprize der englischen Königin. Sie verabscheut eine besondere Gattung: Schuhe mit Keilabsätzen. Angeblich gibt es eine Order des Familienoberhaupts, dass die Damen des Hauses keine solchen Geschmacksverirrungen an ihre royalen Füße lassen dürfen. Bei so einem drastischen Eingriff in die Freiheit des persönlichen Ausdrucks und Schuhabdrucks würde man einen geschlossenen Aufschrei erwarten. Aber von Kate bis Meghan, alle Herzoginnen tragen das keilabsatzlose Leben mit Fassung. Und sind daher auch von der modischen Pflicht zum letzten Schrei entbunden: Das Label DSquared hat den Trend zum hässlichen Sportschuh auf die Spitze getrieben und hat kürzlich Schuhwerk präsentiert, das Trekking-Sandalen mit dicken hohen Absätzen kombiniert. Elizabeth II. muss da schleunigst eingreifen.