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Kein Robbenschlachten für Österreich

Von WZ Online

Politik

Grüne kritisieren Praxis des Tierschutzes | Anlässlich des Welttierschutztages am Sonntag hat Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) ein Gesetz gegen den Import von Katzen- und Hundefellen angekündigt. Auch die Einfuhr von Robbenprodukten soll verboten werden.


Weiters gelte ab dem 1. Jänner 2010 die Chip-Pflicht für alle Hunde, die älter als drei Monate alt sind. Die Meldung der Hunde muss dann innerhalb eines Monats über die länderübergreifende Datenbank erfolgen. "Leider blüht der illegale Hundehandel mit viel zu jungen, ungeimpften und oft auch kranken Welpen aus den Nachbarländern. Seriöse Information rund um den Kauf, die Rasse und die speziellen Bedürfnisse von Hunden sind besonders wichtig", erklärte Stöger.

Grüne Kritik

Das bundeseinheitliche Tierschutzgesetz ist seit dem 1. Jänner 2005 in Kraft, die Grünen kritisieren allerdings die praktische Umsetzung.

"Der Tierschutzrat hat seit 2005 zahlreiche Empfehlungen abgegeben, die jedoch fast allesamt ignoriert wurden", sagte die Tierschutzsprecherin der Grünen, Christiane Brunner. Unter anderem führte sie die "grausame Praktik der Enthornung von Kälbern ohne Schmerzausschaltung" an. Kritikpunkte sah sie auch bei der Schweinehaltung. So würden beispielsweise Ferkel ohne Narkose kastriert.

Wien setzt auf Aufklärung

Die Wiener Verantwortliche für den Tierschutz, Stadträtin Sandra Frauenberger, sagte, die Stadt setze intensiv auf Prävention durch Aufklärung, denn Wissen schütze Tiere.

Tierschützer raten zu Verzicht

Der Österreichische Tierschutzverein wies in einer Ausendung darauf hin, dass jeder Österreicher durchschnittlich jährlich 55 kg Schweinefleisch. 20 kg Rinderfleisch und 16 kg Geflügel verzehrt. Die Initiative rief dazu auf, öfter auf Fleisch zu verzichten: "Sie bewahren damit vor

großem Tierleid und schützen gleichzeitig die Umwelt.

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