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Kelly-Chips knistern in Wien

Von Petra Medek

Wirtschaft

Der führende heimische Snack-Hersteller Kelly hat die Verlagerung seiner Chips-Produktion von Holla- | brunn an den Firmensitz in Wien 22 nun abgeschlossen.


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Rund 8 Mill. Euro hat Kelly in den 2.000 m² umfassenden Ausbau der Wiener Fabrik investiert, wo Kartoffelchips, Popcorn und Extruder-Produkte (Snips, Zigeunerräder usw.) auf nun 58.000 m² hergestellt werden. Salz- und Laugengebäck ("Soletti") werden in einem eigenen Werk im steirischen Feldbach hergestellt.

Durch die Verlegung der Chipsproduktion nach Wien würden rund 2.800 Lkw-Touren mit in Summe 850.000 Kilometern/Jahr entfallen, erklärte Geschäftsführer Wolfgang Hötschl am Donnerstag vor Journalisten. Mit der Übersiedlung habe man aber nicht nur die Transport- bzw. Road-Pricing-Kosten entschärft; die in Hollabrunn von der Frisch & Frost GmbH gemietete Halle sei ohnehin bereits aus allen Nähten geplatzt, so Hötschl. Am Wiener Standort seien nun weitere Zubauten - wie etwa eine zweite Chips-Röstlinie - angedacht.

Von jenen knapp 100 Mitarbeitern, die in der niederösterreichischen Fertigung bis Mai 2003 beschäftigt waren, sind 37 Kelly nach Wien "gefolgt", wo nun insgesamt 210 Personen beschäftigt sind, davon 150 in der Produktion.

Der Wiener Standort könne sich zudem als Drehscheibe für den Export etablieren, der heuer mengenmäßig um rund 20% auf 8.200 Tonnen bei einem Gesamtabsatz von geschätzten 25.500 Tonnen (plus 6%) steigen soll, sagte der Geschäftsführer. Die Exporterlöse sollen im Gesamtjahr um rund ein Viertel auf 34 Mill. Euro zulegen, der Gesamtumsatz soll 2003 um 8% auf 102 Mill. Euro steigen.