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Kicker, Bienen, Bischof K.

Von Reinhold Aumaier

Kommentare

So ist es nun einmal mit der Schöpfungs-Mischkulanz: Manche Tiere sind schon halb Mensch, manche Zweibeiner halb Tier . . . Als Ideal für das menschliche Gemeinwesen muß immer wieder der

Bienenstaat herhalten. Also begutachtete ich am Dienstag abwechselnd über das DSF frierende und einen Mist zusammenkickende Fußballer in Glasgow und in ORF 2 heiße und unablässig Nektar sammelnde

Bienen. Selbige, hieß es, naschten dabei zwar ein wenig in die eigene Tasche · das meiste jedoch lande im Sozialmagen für die Gemeinschaft. Im Vergleich zur bei uns gängigen sozialen Markt-, kann man

bei den Vögelchen wohl von einer sozialen Magenwirtschaft sprechen. Jedenfalls hat jede Biene ihre Spezialaufgabe · und nur so funktioniert das Werkl, lies: das Bienenvolk im -staat.

Im anschließenden "Report" entwarf Theologe Paul Z. das Bild vom Bischof, der vom gemeinsam-bischöflichen Tandem herunterspringt und den Bischofsstab in die Speichen hält . . . Hubert F. legte

"malerisch" eins drauf: "Ein Schwerverletzter ist einfach explodiert. Er ist schwer geschlagen. Er ist ein armer Mensch." Der solcherart Gezeichnete, Bischof K., trug seine Haut im Gespräch mit

Gisela H. dann einmal mehr so zum Markte, wie's ihm am besten steht: als Nestroy-Figur mit boxerischen Nehmerqualitäten. Sein oberster Leitsatz: Es is alles net wahr, 's is alles net wahr.

Irgendwo auch faszinierend, das Bild vom tragisch-komischen grauen Schaf. Die Theorie färbt gnadenlos . . .