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Kleine Dramen, leise Schmunzler

Von Andreas Rauschal

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"Heute in Österreich" als Katastrophenformat zu bezeichnen, greift natürlich zu kurz. Zwar müssen Senioren nach einer Ausgabe befürchten, von fremden Menschen, die sich Neffen nennen, um 300.000 Euro von unter dem Kopfpolster erleichtert zu werden, wenn der Dämmerungsbesuch einer rumänischen Männergruppe einmal ausbleiben sollte. Neben weiteren Fixstartern wie dem gemeinen Ba-Ba-Banküberfall, abgebrannten landwirtschaftlichen Nutzgebäuden oder Wolfram Pirchner ist aber auch immer etwas zum Schmunzeln dabei. Gerade in der Sommerpause der "Donnerstag Nacht" sollte das Format diesbezüglich nicht unterschätzt werden. "Nackt hin oder her, abgeschleppt wird auf jeden Fall": Was am Montag auf eine Erotik-Doku von der Donauinsel schließen ließ, entpuppte sich als Aktion "Dienst nach Vorschrift" vonseiten der MA 48, die falschgeparkte Autos auch dann entfernt, wenn sich die Kleidung der FKK-Gäste im Kofferraum befindet. Die Empörung war groß, Hilfe aber in der Strandbar zu finden, die notfalls mit Handtüchern aushelfen würde. Wehrloser war nur jener 16-Jährige aus Klosterneuburg, der das Haus seiner im Urlaub befindlichen Eltern mit einer misslungenen Facebook-Aktion zur zum Sturm freien Bude ausrief. 700 nach Freibier lechzende Partyrocker sorgten für Krawall und Remmidemmi sowie die prophylaktische Flucht des Jugendlichen zur Oma.

Es blieb zu hoffen, dass diese alleine war - und nicht schon von einem "Neffen" umschmeichelt wurde.