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Kleine Meredith, große Addison

Von Ina Weber

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Der ORF hat den Montag fest im Griff. Er liefert Serien, die dem Zuseher über den Beginn der Arbeitswoche hinwegtrösten und darüber hinaus auch noch wirklich Spannendes zeigen. "Grey’s Anatomy" ist ja ohne Frage ein unschlagbarer Serien-Hit, der es schafft, sein Publikum an der Angel zu halten.


Nun wissen wir es endlich, dass es wirklich George war, der junge Arzt, der sich aufopfernd vor einen Bus warf, um eine Frau zu retten, und bis zur Unkenntlichkeit entstellt wurde. Er starb letzten Montag, dafür darf die krebskranke Izzie (Katherine Heigl) weiterleben. Meredith Grey, die Hauptfigur, ist gewohnt zurückhaltend, chaotisch, hilfsbereit und hat ihn selbstverständlich endlich gekriegt und auch geheiratet, ihren - unser aller - McDreamy, Dr. Shepherd. Doch erscheint Meredith wie ein junges, unerfahrenes Mädchen im Vergleich zu Addison Montgomery, der Ex-Frau von Derek Shepherd.

Denn erst nach "Grey’s Anatomy" wird es für Serien-Fortgeschrittene so richtig interessant. Addison, die Rivalin von Meredith, schied aus der Serie aus und landete in ihrer eigenen - "Private Practice". Spin-off nennt sich die Methode, bei denen beliebte Nebenfiguren zu Hauptfiguren in neuen Serien gemacht werden - und Addison war beliebt. Sie hat das Seattle Grace Hospital verlassen und ist nun Teilhaberin einer Privatpraxis in Los Angeles. Romantische Liebe, Hochzeit, Berufsanfänger wie in "Grey’s Anatomy" sind hier längst passé, in der Privatklinik geht es vielmehr um Scheidungen, komplizierte Beziehungen und ums Kinderkriegen. Violet (Amy Brenneman) und ihr Baby haben Gott sei Dank überlebt, nachdem ihr eine Verrückte den Bauch aufgeschnitten und ihr Baby entführt hat. Wem Meredith zu jung und unerfahren ist, geht bei Addison an Bord.