Zum Hauptinhalt springen

Kleinere und große Dramen

Von Tamara Arthofer

Kommentare

Natürlich ist die Verletzung von Benjamin Raich vor allem zu diesem Zeitpunkt ein schwerer Schlag für den Sportler selbst und zum Aus-der-Haut-Fahren, wie es Herrentrainer Mathias Berthold schon vor der WM anlässlich der vielen Ausfälle formulierte, für den Skiverband. Aber ein Drama, wie es Boulevard-Medien schon nennen, die nebenbei gleich das Karriereende heraufdräuen sehen?


Die Entscheidung über Letzteres wird Raich in Ruhe überdenken und dann alleine oder mit der Familie fällen. Zwangsweise bedeutet ein Kreuzbandriss schon lange nicht mehr das endgültige K.o., und mit 33 wäre er auch kommende Saison nicht der Älteste der Topathleten. So oder so wird er einmal - so nichts Ärgeres passiert - auf eine großartige Laufbahn zurückdenken können, in der er lange von schweren Verletzungen verschont geblieben ist. Das können nicht alle behaupten, schlag nach bei Hans Grugger, dem auch Raichs Gedanken ("Angesichts dessen ist meine Verletzung relativ harmlos") nach dem ersten Schock galten. Die wirklichen Dramen sehen nämlich anders aus.