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Klima in der heimischen Industrie deutlich aufgehellt

Von Petra Medek

Wirtschaft

Positive Auswirkungen des Regierungsprogrammes erwarten 51% der heimischen Unternehmen, ergab eine Blitzumfrage des Industriewissenschaftlichen Instituts (IWI) in der vergangenen Woche bei 100 | Unternehmen.


16% der Befragten erwarten gar keine Folgen, 7% rechnen mit sowohl positiven, als auch negativen Konsequenzen, nur 4% befürchten ausschließlich negative Auswirkungen, erklärte Werner Clement,

Vorstand des IWI gestern in einer Pressekonferenz. Fast 93% der Befragten hätten demzufolge in letzter Zeit keine Änderung der Auftragseingänge oder Auftragsstornos verzeichnet.

Keinen Anlass zur Sorge sieht derzeit auch die Bundessektion Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). In der heimischen Industriekonjunktur herrsche ein zunehmend freundliches Klima,

sagte Syndikus Joachim Lamel. Die Einschätzungen der Industrieunternehmen waren im letzten Quartal 1999 deutlich opimistischer als im vorherigen Dreimonatsabschnitt, so Lamel.

Für heuer wird eine Wachstumsrate von rund 4,3% in der Sachgüterindustrie erwartet nach nur 2,3% im vergangenen Jahr. Dieser Zuwachs sollte ausreichen, um die Beschäftigung zu stabilisieren, meinte

Lamel. Derzeit sind in der heimischen Industrie rund 450.000 Personen beschäftigt.

Grund für den Aufwärtstrend sei neben den international guten Konjunkturaussichten auch der schwache Euro, der die Exportdynamik fördere. "Die Industrie kann ganz gut leben mit dem Niveau, das der

Euro derzeit hat", so Lamel.