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Klimawandel macht soviel Angst wie Jobverlust

Von Judith Regner / WZOnline

Wirtschaft
Fabrik-Emissionen: Konsumenten wollen strengere Auflagen.
© photos.com

Die Nielsen Company und die Universität Oxford fanden in einer gemeinsam durchgeführten Studie heraus, dass sich das globale Interesse am Klimaschutz in den letzten sechs Monaten dramatisch gesteigert hat. Besonders in Österreich ist man über den Klimawandel besorgt: Bekundeten in der zweiten Hälfte 2006 knapp über fünf Prozent der heimischen Bevölkerung Interesse am Klimaschutz, waren es im April 2007 bereits mehr als dreißig Prozent. Damit ruft hierzulande die globale Erwärmung ebenso große Besorgnis hervor wie die Angst, seinen Job zu verlieren. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Die Verantwortung, gegen die globale Erwärmung etwas zu unternehmen, liege bei der Politik, so die Befragten.


Zwei von fünf befragten Konsumenten (42 Prozent) sind der Meinung, ihre Regierung müsse restriktivere Auflagen bezüglich der von der Industrie verursachten Kohlendioxid-Emissionen und anderen Verschmutzungen einführen. Ebenso viele Befragte gaben an, dass die Regierungen mehr Geld in die Erforschung von umweltfreundlichen und energiesparenden Projekte investieren sollten.

Die Studie fand ebenfalls heraus, dass die wenigstens der Befragten davon überzeugt sind, als Individuen einen signifikanten Beitrag zu einem effizienteren Klimaschutz leisten zu können. Die wenigsten glauben etwa, dass es der Umwelt helfen würde, wenn sie ihre Flugreisen reduzieren würden. Nur drei Prozent denken, dass sich dies positiv auf den Klimaschutz auswirken würde. Dieser Prozentsatz stammt jedoch vor allem aus Großbritannien und Deutschland, wo dieses Thema in den letzten Wochen medial sehr präsent war.

Nielsen Company-Studie [pdf]