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Klimawandel oder: Wenn Dino pupst

Von Edwin Baumgartner

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Wir sind jetzt, bitte, einmal ganz ernst. Hier geht es nämlich um ein Thema der Wissenschaft. Der britische Biologe David Wilkinson hat festgestellt, dass Dinosaurier Flatulenzen hatten.

Aber nicht nur das: Diese dinosaurischen Methangasausscheidungen wirkten sich massiv auf das Weltklima aus. Merksatz: Wenn der Dino Blähung hat, wird es wärmer Grad um Grad. Man kennt das Phänomen ja vom verheerenden Einfluss heutiger Rinder-Flatulenzen auf das Weltklima, die ja zu der kuhfeindlichen Einstellung der Eisbären geführt haben.

Es wäre nicht Wissenschaft, ließen sich die Erkenntnisse nicht in Zahlen darlegen: 520 Millionen Tonnen Methan sollen die Dinos demnach weltweit pro Jahr rektal von sich gegeben haben. Heutige Wiederkäuer produzieren im gleichen Zeitraum etwa 80 Millionen Tonnen Methan weltweit. Was bedeutet, dass auf eine Difla (Dinosaurer-Flatulenz) 6,5 Rifla (Rinder-Flatulenzen) kommen. Über die Auswirkungen der doch heftigen Difla auf den Weltgeruch haben die britischen Wissenschafter bisher noch keine Auskunft gegeben.

Andererseits hat Charles Darwin auch seine Eignung zum Benimm-Lehrer nachgewiesen. Schließlich gelten die Vögel als die Nachfahren der Dinosaurer. Und Vögel pupsen nicht, zumindest nicht bei richtiger Ernährung.

Was ja immerhin Hoffnung zulässt: Wenn sich jetzt noch die Kühe entsprechend evolutionieren, können die Eisbären ihre Protestnoten zurückziehen und die Welt ist wieder in Ordnung. Da sage noch einer, Dinosaurier-Flatulenzen seien eigentlich kein sinnvolles Thema.

Siehe auch:
Artikel "Sonne, Dinos und Meereis"