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KMUs verschanzen sich

Von WZ Online

Wirtschaft
Virenscanner sind nur eine Schutzmaßnahme von vielen.
© Symantec

IT-Sicherheit ist für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland ein zentrales Thema. Das ist das Ergebnis der weltweiten Studie 2010 Global SMB Information Protection Survey, von Symantec. Dafür geben sie jährlich 11.400 Euro aus.


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Noch vor 15 Monaten schenkten die meisten kleinen und mittleren Betriebe dem Thema IT-Sicherheit wenig Beachtung. Diese Situation hat sich signifikant gewandelt. Sicherheit hat nun höchste Priorität, wie die Ergebnisse der globalen Umfrage ergaben.

Schutz vor Datenverlust und Angriffen

Mehr als zwei Drittel der deutschen IT-Mitarbeiter beschäftigen sich inzwischen mit Themen wie Datenschutz, Sicherung und Wiederherstellung, Archivierung sowie der Vorsorge von Störfällen. Dafür geben sie pro Jahr 11.400 Euro aus.

Dabei gibt es noch gravierende Mängel. So gaben zwar 84 Prozent der Befragten in Deutschland an, dass in ihrem Unternehmen ein Katastrophenplan vorhanden ist,jedoch bezeichneten nur sieben Prozent diesen Plan auch als "gut" oder "exzellent". Weltweit verfügen über 87 Prozent der teilnehmenden Unternehmen über einen solchen Plan. Immerhin 23 Prozent schätzen diesen zumindest als "gut" ein.

Risiko durch Verlust firmeninterner Daten

74 Prozent der Befragten in Deutschland sowie auch weltweit sorgen sich ernsthaft um den Verlust elektronischer Daten. Tatsächlich haben bereits 42 Prozent der Unternehmen, in Deutschland sogar 63 Prozent, unternehmenskritische Informationen verloren. Insgesamt gaben alle interviewten Unternehmen an, dass der Verlust Konsequenzen hatte. Dazu gehörten Umsatzeinbußen oder direkte finanzielle Kosten.

Geräteverlust

In nahezu zwei Drittel der weltweit befragten Unternehmen sind bereits Geräte wie Laptops, Smartphones oder iPads abhanden gekommen. Erschreckend ist dabei, dass in Deutschland zwar immerhin 56 Prozent der Windows-basierten Laptops durch Passwörter geschützt sind. Aber nur 34 Prozent der iPads und lediglich 16 Prozent der Smartphones sind per Zugangscode gesichert. Alle befragten Firmen gaben an, dass sie mindestens ein mobiles Gerät besitzen, das sie weder per Passwort schützen, noch per Fernzugriff löschen können. Falls Mitarbeiter diese Geräte verlieren, sind die dort lokal gespeicherten Informationen ungeschützt.

Cyber-Attacken

73 Prozent der weltweit befragten Unternehmen erklärten, dass sie im vergangenen Jahr Opfer von Internetangriffen wurden. Ein Drittel dieser Attacken war erfolgreich.

Zu den Folgen zählten Ausfallzeiten, Diebstahl von Mitarbeiter- oder Kundendaten sowie der Verlust von Kreditkarteninformationen. In Deutschland konstatierten 36 Prozent der Befragten (weltweit 22 Prozent), dass dadurch direkte finanzielle Kosten entstanden sind. Für 53 Prozent (weltweit ebenfalls 53 Prozent) wirkte sich dies in Form verminderter Produktivität aus, während 21 Prozent (weltweit 18 Prozent) den Verlust von Kundenvertrauen beklagten.

Im Rahmen der Studie wurden im Mai 2010 weltweit insgesamt 2.152 Mitarbeiter und Entscheidungsträger in Unternehmen aus 28 Ländern befragt. In Europa standen 384 Betriebe, 70 davon allein aus Deutschland, Rede und Antwort.