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Knapper Entscheid bei Spaniens Sozialisten

Von Rainer Mayerhofer

Europaarchiv

Ex-Innenminister Alfredo Rubalcaba zum neuen PSOE-Chef gewählt.


Sevilla. Mit 22 Stimmen Vorsprung vor seiner Mitbewerberin Carme Chacon wurde der frühere Innenminister und Vizeregierungschef Alfredo Rubalcaba am Wochenende auf dem 38. Parteitag der spanischen Sozialisten (PSOE) in Sevilla zum neuen Parteichef gewählt. Auf Rubalcaba entfielen 487 Stimmen, auf Chacon 465.

Rubalcaba, der Jose Luis Zapatero nachfolgt, der im Jahr 2000 mit einer noch knapperen Mehrheit von nur neun Stimmen PSOE-Chef wurde, wird als neuer Parteichef mit Elena Valenciano erstmals in der Geschichte der PSOE eine Frau als Stellvertreterin erhalten. Valenciano, Jahrgang 1960, hat eine lange Karriere in der Partei und in der feministischen Bewegung hinter sich und gilt als enge Vertraute Rubalcabas.

In der ersten Sitzung der neuen PSOE-Führung am Montag wurde eine weitere Frau in eine Spitzenposition gewählt: Soraya Rodriguez soll die Fraktion im Parlament führen.

Zum neuen Parteipräsidenten wurde der Regionalpräsident von Andalusien, Jose Antonio Grinan, bestellt, der sich im März Neuwahlen stellen muss.