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Koalitionskrach in der Slowakei

Von WZ-Korrespondentin Carola Palzecki

Europaarchiv

Streit um Aufsichtsrat eines Öl-Unternehmens. | Preßburg. Erste Unstimmigkeiten gibt es in der slowakischen Regierungskoalition aus Sozialdemokraten, Volkspartei und Nationalisten: Ausgelöst wurden sie durch die Diskussion um die Neubesetzung des Aufsichtsrats der Öl-Distributinsfirma Transpetrol.


Nach dem Willen der Volkspartei von Ex-Premier Vladimir Meciar soll künftig auch Julius Rezes dem Gremium angehören. Dieser gehörte in den 90er Jahren unter der Amtszeit Meciars zu den Drahtziehern des so genannten Kindermanagements - eine Gruppierung von Managern, die allesamt unter 30 Jahre alt waren. Diese sollen damals die ostslowakischen Eisenbahnbetriebe an den Rande des wirtschaftlichen Zusammenbruchs gebracht haben.

Premier Fico hat Rezes bereits mehrfach als "ungeeignet" für ein Aufsichtsratsmandat bezeichnet. Die Opposition unter Führung von Ficos Vorgänger Mikulás Dzurinda fordert nun wegen der Rezes-Nominierung den Rücktritt des parteiunabhängigen Wirtschaftsministers Lubomir Jahnatek.