Zum Hauptinhalt springen

Kommt doch ein Spitzen - Gewerkschafter ins Parlament?

Von WZ Online

Politik

Wien. (Apa) Wolfgang Katzian, Chef der Privatangestelltengewerkschaft GPA, wird bei der Nationalratswahl für die Wiener SPÖ auf der Landesliste und auch im Wahlkreis Wien-Süd-West kandidieren. Das bestätigte die Wiener SPÖ-Sprecherin Gerlinde Dobusch am Freitag. Anders als von der Tageszeitung "Der Standard" berichtet, werde Katzian aber nicht Spitzenkandidat in seinem Wahlkreis sein.


Katzian, der von der Bezirksorganisation Hietzing nominiert wurde, sei auf dem vierten Listenplatz in Wien-Süd-West gereiht, so die Sprecherin. Ein Direktmandat kann er damit nicht erwarten, denn 2002 erreichte die SPÖ in diesem Wahlkreis nur zwei davon. Spitzenkandidatin in dem Wahlkreis, der die Bezirke Hietzing, Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus und Liesing umfasst, sei erneut Bundesgeschäftsführerin Doris Bures.

Dass Katzian überdies einen Platz auf der Landesliste bekomme, habe heute, Freitag, auch Landesparteisekretär Harry Kopietz bestätigt, erklärte die Sprecherin. Auf welchem Listenplatz, sei noch unklar. Die Reihung werde erst am 22. August vorgenommen.

Die Aufnahme auf die Liste widerspreche nicht der Vorgabe von SP-Chef Alfred Gusenbauer, wonach keine Spitzengewerkschafter im Nationalrat vertreten sein sollen, wurde in der Wiener Landesorganisation betont. Jede Organisation könne ihre Kandidaten selbst nominieren. Außerdem könne Katzian ja auf ein allfälliges Mandat verzichten oder aber für seine Fraktion - und nicht als Gewerkschaftschef - kandidieren.

BZÖ-Bündnissprecher Uwe Scheuch ortete jedenfalls in einer Aussendung eine neuerliche Diskreditierung Gusenbauers.