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Komplikationen bei Geburt

Von Barbara Ottawa

Wissen

Mit 1. Jänner wird die Zahl der österreichischen Universitäten von 18 auf 21 anwachsen. Die Gründung von Medizin-Unis in Wien und Graz verläuft ohne gröbere Probleme. In Innsbruck ist man jedoch weiterhin auf der Suche nach einem Rektor. Die Hauptsorge bei allen drei ist das Budget.


"In Wien verläuft die Gründung halbwegs akzeptabel", so der Rektor der zukünftigen Medizin-Uni Wien, Wolfgang Schütz, im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Entscheidend werden die ersten Monate sein, denn erst in diesen wird sicher feststehen, mit welchen Mehrkosten zu rechnen ist. Die Beschaffung ausreichender Mittel aus dem laufenden Budget und die völlige Umstellung der Uni auf einen unternehmensähnlichen Betrieb sind für Schütz die zwei größten Herausforderungen.

Einig sind sich Schütz und der Rektor der Uni Wien, Georg Winckler, dass es Kooperationen zwischen den Universitäten geben wird. So etwa im Bereich der Biotechnologie, wo Winckler einen der wichtigsten Forschungsbereiche der beiden Unis sieht. Schütz berichtet auch von einem gemeinsamen PhD-Programm (Doktorat nach anglo-amerikanischem Vorbild) der Naturwissenschaftlichen Fakultät und der Medizin-Uni. Einige Dienste, wie Sicherheit oder Reinigung, werden weiter von der Uni Wien für die Medizin-Uni übernommen.

Nicht viel anders wird es in Graz ablaufen. Auch hier haben sich die beiden Rektoren - Gerhard Franz Walter von der Medizin-Uni, die Auenbrugger Universität heißen soll, und Alfred Gutschelhofer von der Uni Graz - auf diverse Kooperationsprojekte und eine dreijährige Evaluierungsphase geeinigt.

Die Umstellung verlaufe in Graz "absolut perfekt", betont Walter im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Für ihn überwiegen die Vorteile einer separaten Medizin-Universität, da für das Uni-Klinikum mit dem jeweiligen Krankenhausträger spezielle Vereinbarungen getroffen werden müssten. "Das ist nicht vergleichbar mit anderen Universitäten", so Walter.

Dieser Ansicht ist der Rektor der Uni Innsbruck nicht. Bei seinem Amtsantritt bezeichnete er die Ausgliederung der medizinischen Fakultät erneut als "rückwärts gewandt". Bis 31. Dezember bleibt er Rektor beider Universitäten, da noch kein Vorstand für die Medizin-Uni gefunden wurde.

Wien: http://www.meduniwien.ac.at .

Graz: http://www.meduni-graz.at .

Innsbruck: http://www.uibk.ac.at .