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Kostenlose Umbuchungen und Stornos für London-Flüge

Von Sissi Eigruber

Politik

Die Reiseveranstalter und Fluglinien zeigen großteils Verständnis für jene Kunden, die trotz geplanter Reise nun lieber doch nicht nach London reisen wollen. Bei Sprachferien und Internetbuchungen sei es allerdings oft schwierig eine Umbuchung oder die Stornierung durchzusetzen, so Andreas Zenker vom Österreichischen Verkehrsbüro zur "Wiener Zeitung".


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"Da bewährt sich der klassische Vertriebsweg", meint Zenker in Bezug auf die Flugbuchungen per Internet. Der Haken an der Sache sei, dass es für die Kunden meist Schwierigkeiten hätten jemanden zu erreichen, der über Umbuchungs- und Stornomodalitäten informieren kann - sofern dies überhaupt möglich ist. Als Spezialfall hätten sich auch Sprachferien erwiesen. Die Anbieter würden einer Verschiebung der Buchung zwar grundsätzlich zustimmen, allerdings seien die Kurse im Sommer häufig bis auf den letzten Platz besetzt, was eine Verschiebung somit unmöglich macht.

Abgesehen davon bieten die Reiseveranstalter für die nächsten Tage kostenlose Umbuchungen und Stornierungen an. Kunden der AUA mit Tickets bis Montag, 11. Juli "können kostenlos auf einen späteren Zeitpunkt oder ein anderes vergleichbares Ziel in der EU umbuchen", erklärte AUA-Sprecherin Livia Dandrea auf APA-Anfrage. Ähnliche Regelungen bieten andere Fluggesellschaften. Selbiges gilt für Reiseveranstalter wie das österreichische Verkehrsbüro, TUI, Thomas Cook und Dertour, wo sogar bis 17. Juli storniert werden kann. Über allfällige Verlängerungen soll in den nächsten Tagen entschieden werden. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) appellierte an Veranstalter und Fluglinien Kulanz walten zu lassen. In Streitfällen bietet der VKI Unterstützung.

Die Anzahl der Änderungswünsche und Stornos sei bisher allerdings gering, hieß es. London, Paris und Rom seien für die Österreicher zwar die drei Top-Ziele bei Städtereisen, aber die Hauptsaison für Städteflüge beginne erst im September. Insgesamt fliegen jährlich rund 650.000 Passagiere von Wien nach London. Mit dem Verkehrsbüro seien derzeit nur 100 Personen in London. Mit 80 von ihnen habe man schon Kontakt gehabt und es gebe bisher keine negativen Meldungen, und man gehe davon aus, dass es auch den anderen 20 Personen wohl auf seien, so Zenker.

Längerfristige Auswirkungen auf den Tourismus sind laut Zenker nicht zu erwarten: "Wir glauben nicht, dass sich die Ereignisse in London negativ auf die Reiselust auswirken werden", meint Zenker. Auch die Anschläge in Madrid hätten die Urlaubslust nicht nachhaltig gebremst.

Problemloser Flugverkehr von und nach Österreich

Der Flugverkehr selbst ging zwischen Österreich und London Heathrow bzw. Standstead gestern wieder problemlos von statten. Die AUA meldete "business as usual", dasselbe galt für Billigflieger wie Niki Laudas "Niki" oder die aus Linz, Graz, Klagenfurt und Salzburg startende irische Ryanair. Passagiere eines Fluges, der am Vormittag aus London Heathrow eintrafen, berichteten von einem verstärkten Polizeiaufgebot, sagte Hans Mayer, Sprecher des Flughafens Wien. Von Nervosität sei aber nichts zu spüren gewesen. Auf den Zufahrten zum Flughafen gebe es allerdings massive Staus.