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KPMG steht hinter Ex-Bawag-Prüfer

Von Franz Steinbauer

Wirtschaft
Trotz Bawag-Turbulenzen läuft das Geschäft bei der KPMG gut. Foto: bilderbox

Bilanzprüfer Reiter ist als Privatperson angeklagt. | Wirtschaftskanzlei KPMG will zunächst Bawag-Strafprozess abwarten. | Wien. Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungskanzlei KPMG Gruppe Österreich glaubt weiterhin an die Integrität des ehemaligen KPMG-Mitarbeiters und Bilanzprüfers Robert Reiter, der neben Ex-Bawag-Generaldirektor Helmut Elsner einer der Angeklagten im Bawag-Prozess ist. Wie der Geschäftsführer der KPMG Alpen-Treuhand Martin Wagner am Dienstag sagte, wird die Kanzlei den Ex-Partner Reiter überall, wo es möglich ist, unterstützen. Der Geschäftsführer der KPMG weist darauf hin, dass nicht die KPMG im Bawag-Prozess angeklagt sei, sondern Reiter als Privatmann.


Reiter hatte die Bilanzen der - durch Spekulationsverluste in Milliardenhöhe in die Schlagzeilen geratenen - Gewerkschaftsbank von 1993 bis 2004 geprüft und bestätigt. Ob es zusätzlich zum Strafverfahren eine Schadenersatz-Klage gegen Reiter geben wird, ist noch unklar.

Reiter auf Reisen

Reiter sei seit 2004 in Pension und derzeit verreist, so Wagner. Der Ex-Bawag-Bilanzprüfer werde in einigen Tagen wieder in Österreich sein. Die KPMG warte jetzt einmal das Bawag-Strafverfahren ab. "Wir haben immer mit dem Staatsanwalt kooperiert", betont der KPMG-Geschäftsführer.

Die KPMG hat laut Wagner im abgelaufenen Geschäftsjahr beim Umsatz von 123,4 auf 137 Mio. Euro zugelegt.