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Kräftiges Lebenszeichen von der Region "Centrope"

Von Rosa Eder

Wirtschaft

Die Börsen im Wirtschaftsdreieck Wien-Budapest-Prag (Region "Centrope") haben im heurigen Aktienjahr "den Vogel abgeschossen", sagt Gerhard Rehor, Leiter der Geschäftsgruppe Finanzmärkte in der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien.


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Wer zu Beginn dieses Jahres 1.000 Euro am Wiener Aktienmarkt angelegt hat, kann sich jetzt über einen Betrag von 1.560 Euro freuen. In Prag und Budapest betrug die Indexsteigerung jeweils 65%. Das Aufwärtspotenzial in den Börsen Zentral- und Osteuropas sei weiterhin erheblich, betonte Rehor am Dienstag vor Journalisten.

Sparbücher brachten heuer in Schnitt rund 2% Zinsen, festverzinsliche Anleihen legten eine Performance von rund 5% hin, und die Aktien stiegen weltweit um durchschnittlich 7%. Rehor spricht von einem "lehrbuchmäßig idealtypischen Jahr": Veranlagungen mit höherem Risiko brachten höhere Erträge.

Als zu hoch erachtet Rehor das Risiko am Aktienmarkt Russland. Man habe am Beispiel Yukos gesehen, wie sei ein börsenotiertes Unternehmen in den Ruin getrieben wurde. Das sei vielleicht kein Einzelfall gewesen.

"Nach Hause gehen, wenn es am schönsten ist"

Kräftig verloren haben heier jene, die in Dollar und Yen investiert haben. Wer sich allerdings in diesen Währungen verschuldet hat, zählt zu den Gewinnern. Nun empfiehlt die RLB NÖ-Wien Kreditnehmern allerdings, wieder in den Euro zu wechseln. Rehor: "Man soll nach Hause gehen, wenn es am Schönsten ist."

Der Zinsabstand zu Euro-Krediten habe sich bereits so stark reduziert, dass man sich fragen müsse, ob sich das "Spiel mit der Währung" noch lohne.