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Kreuzzug gegen Verlockung zum Sex

Von Gerald Jatzek / WZ Online

Europaarchiv

Einen persönlichen Kreuzzug gegen Miniröcke hat der polnische Abgeordnete Artur Zawisza begonnen. Er will sie per Gesetz als "Verlockung zum Sex" schlichtwegs verbieten lassen.


Der Abgeordnete der christlich konservative Partei "Rechte der Republik" (PR) will das Tragen von Miniröcken ebenso unter Strafe stellen wie tief ausgeschnittene oder durchsichtige Blusen und starkes Make-up.

Wie der von konservativen Kirchenkreisen unterstützte Abgeordnete der Zeitung Newsweek Polska sagte, richtet sich sein Vorstoß gegen die Prostitution. Dass die Umsetzung seiner Ideen Probleme bereiten und zu willkürlichen Verhaftungen von Frauen führen kann, räumte er bei dem Interview ein. Er zeigte sich jedoch überzeugt davon, dass Polizisten zwischen "anständigen Frauen und Frauen mit losen Sitten zu unterscheiden" können.

Das letzte Minirockverbot in Europa stammt aus dem Jahr 1967. Damals untersagte der Innenminister der griechischen Militärjunta, Pattakos, Miniröcke und - Bärte.