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Kriegsdrohung lähmt Aktienmärkte

Von Sissi Eigruber

Wirtschaft

"Ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum wird kommen - nur wann, ist die Frage", meinte Wolfgang Gänsdorfer, Vorstand der Fondsgesellschaft AMIS am Dienstag vor Journalisten in Wien. Ein ausschlaggebender Faktor dafür sei die zeitliche Entwicklung im schwelenden Irak-Konflikt.


Die Unsicherheit ob eines möglichen Kriegsbeginns belaste die Märkte, so Gänsdorfer, denn: "Wenn ich nicht weiß, was kommt, dann bin ich zurückhaltend". Die Anleger würden sich weiter in Renten und Gold flüchten. Bei einem Irak-Krieg würden die Auswirkungen auf Wirtschaft und Kapitalmärkte davon abhängen, wie lange die Auseinandersetzung dauert, erläuterte Gänsdorfer. Bei kurzer Kriegsdauer würde der hohe Ölpreis rasch wieder sinken. Bei einem Sieg der USA würde das Vertrauen der US-Verbraucher steigen und die US-Konjunktur unterstützt. Unternehmen hätten dann wieder Anlass zu investieren, was den wirtschaftlichen Aufschwung vorantreiben würde. Bei langer Kriegsdauer würde das Vertrauen der US-Verbraucher und der private Konsum sinken. Der Ölpreis bliebe auf hohem Niveau und würde die Inflation vorantreiben. Ein "Ölpreisschock" könnte das Wachstum des US- Bruttoinlandprodukts (BIP) um 0,6% drosseln.