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Kritik an Standortpolitik

Von Monika Jonasch

Wirtschaft

Die EU-Erweiterung setzt Österreich unter Druck, sich als attraktiver Wirtschaftsstandort für Osteuropa-Headquarters zu positionieren. Vizekanzler Gorbach setzt auf Forschungsförderung, schnellere Politik fordern Wirtschaftsvertreter.


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"Die Attraktivität eines Wirtschaftsstandortes hängt auch von Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) ab", meinte Vizekanzler und Infrastrukturminister Hubert Gorbach am Mittwoch vor Wirtschaftsvertretern in Wien. Er kündigte abermals die Steigerung der F&E-Quote in Österreich von 1,96% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) auf 2,5% bis 2006 und bis 2010 auf 3% an. Moderne Infrastuktur sei eine weitere zentrale Voraussetzung für die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich. Das betreffe nicht nur Straße und Schiene, sondern auch Telekommunikation, insbesondere Breitbandinternet.

Manner-Chef Walter Schönthaler kritisierte daraufhin die fehlende Autobahn nach Bratislava als Standort-Nachteil für Wien. Er forderte, die Regierung solle ihre "makroökonomischen Hausaufgaben" machen. "Österreich kann sich nicht auf seiner guten geografischen Lage ausruhen. Wachstum und Mitarbeiterausbildung sind in den EU-Beitrittsstaaten besser, die Steuern niedriger und die Wirtschaftspolitik flexibler. Unternehmen haben daher immer weniger Gründe ihre Osteuropa-Zentrale in Wien zu lassen", warnte dann McDonalds-Österreichchef Christian Wimmer.