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Kunterbuntes Österreich 1

Von Reinhold Aumaier

Kommentare

Schön und gut und hörenswert: die Aufschlüsselung von "vier legendären Pop-Songs" im Radiokolleg der vergangenen Woche. Zum Highlight geriet Johann Skoceks Analyse von "Proud Mary". Ein kleiner

Ausrutscher: die Beschäftigung mit "Bird On a Wire" von Leonard Cohen, der singenden Schlaftablette.

Als ältere Emanze ärgere es ihn, daß es keinen weiblichen Geist gebe. Also sprach Otto B. mittwochs im "Pasticcio". Solange er gleich darauf wunderbaren Tschaikowski auflegt · "Dornröschen z. B. ·,

mag er jammern, wie er will. Viel g'scheiter und vor allem g'sünder als das Jammern ist das Lachen. In den "Dimensionen" am Donnerstag erfuhr man einiges aus der Kulturgeschichte des Humors. Der

Streifzug führte von der "witzigen" Antike über die Probleme, welche Christentum und Aufklärung mit dem befreienden Humor hatten, bis zum trainierten Lachen im heutigen Management. Einmal mehr wurde

detailliert über die chemischen Abläufe berichtet, die zum ganz klaren Ergebnis führen: Lachen ist gesund! Am besten kam der Hofnarr weg; er widerspiegelte die komische Welt. Ist es nicht bezeichnend

für unsere (komische) Mixtur aus k. k.-Überbleibseln und Eurokratie 2000, daß es zwar Hofräte, doch keine Hofnarren mehr gibt?

Härteres, wirklich Bejammernswertes und absolut Humorfreies präsentierte Günther Antesberger in "Zeit-Ton" um 23 Uhr; nämlich Auszüge aus der Oper "Schreber" des ziemlich begabten Jungkomponisten

Peter Androsch. Ein merk-würdiger Name.