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Lächeln geht (auch) außerhalb Chinas

Von Tamara Arthofer

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WZ Tamara Arthofer
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Es sind Olympische Spiele der anderen Art. Nicht unbedingt die Besten werden gewinnen, manche - wie Österreichs Überfliegerin Marita Kramer - haben gar nicht die Chance dazu. Und bei denen, die teilnehmen können, wird entscheidend sein, wer am besten mit der Situation umgehen kann (was freilich auch eine nicht zu unterschätzende olympische Disziplin ist). Dazu kommen die Nebengeräusche wegen der Menschenrechtslage in China, die Sportler bisweilen in eine unangenehme Situation und den Fokus vom Wesentlichen wegbringt.

Doch vielleicht sind es gerade deshalb diesmal auch nicht die (Milli-)Meter und (Hundertstel-) Sekunden, die diese Spiele trotzdem auf ihre Art besonders machen. Eher sollten Botschaften wie die vom Nachwuchs der Wiener Stadtadler, die dieser an die beste Skispringerin dieser Zeit gesendet hat, nachdem sie ihren Traum von Olympia 2022 Corona-bedingt hatte begraben müssen, in Erinnerung bleiben. "Du ärgerst dich jetzt wahrscheinlich, dass du wegen dem blöden Corona nicht zu den Olympischen Spielen fahren darfst. Weißt du was, wir ärgern uns auch mit dir", erklärten die jungen Athleten in einer beeindruckenden Videobotschaft.

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"Irgendwann, wenn wir groß sind und genauso gut Skispringen können wie du, wirst du uns darüber erzählen", meinen die "jungen Hüpfer". "Und weißt du was, dann wirst du lachen und uns einfach deine Goldmedaille von den Olympischen Spielen 2026 in Turin zeigen."

Nun, zum Lachen wird Kramer wohl momentan nicht zumute sein. Doch ein bisschen lächeln geht bestimmt - wenn nicht heute, dann in der Erinnerung an Spiele, die für sie niemals stattgefunden haben. Und dafür braucht es nicht einmal das "Land des (aufgesetzten) Lächelns".