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Lachen ist wieder in

Von Christina Köppl

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Lachen scheint wieder in zu sein, und das noch in besonders schwierigen Weltgegenden wie Indien und Afghanistan oder bei physisch und psychisch kranken Menschen. So lautete die interessante Botschaft der arte-Dokumentation "Mission Lachen" am Sonntagabend.

Im Mittelpunkt standen die unverdrossenen Bemühungen zweier Gurus in "Sachen Lachen" aus Indien und den USA sowie deren Erfahrungen mit dem Lachen und dessen heilender Wirkung.

Vielen von uns ist im Laufe der Jahre das Lachen abhanden gekommen. Zu oft mussten wir Sätze hören wie "Was gibt es da zu lachen?" oder "Euch wird das Lachen noch vergehen!". Auch die Gegenwart scheint nicht lachfreudig zu sein: Als ich gestern mit Freundinnen spazieren ging und wir vergnügt lachten, sprach uns ein Passant murrend an, was es denn zu lachen gäbe!

Der Alltag und die Zeitumstände haben uns das Lachen offenbar abgewöhnt: jemanden zum Lachen zu bringen ist eine nicht leichte Aufgabe, ja sogar ein eigener Beruf geworden. Clowns, Komiker und Witzeschreiber bemühen sich kostenpflichtig, Lacher auszulösen. Es ist teuer, dass wir das Lachen verlernt haben. Sollte Lachen nicht ärztlich verordnet werden, vielleicht sogar auf Krankenschein?

Wenn es nach den Lachgurus geht, soll Lachen als Selbstzweck propagiert werden, und es müssten nach indischem Beispiel Lachklubs eingerichtet werden. - Lasst uns das Lachen wiederentdecken, denn ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag.