Zum Hauptinhalt springen

Lassen wir einmal die Kuh in Ruh

Von Christina Böck

Kommentare

Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 1 Jahr in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Umweltbewusste Steakfreunde wissen es schon länger: Ihre Lust bedeutet Frust für den Planeten. Rindfleisch gilt als besonders klimaschädliches Lebensmittel. Denn für Rindfleisch braucht es Kühe, und Kühe produzieren Methan. Viel Methan. Und das ist noch ungünstiger als CO2. Eine Studie der Oxford-Universität hat nun eine neue Methode entwickelt, um die Umweltschädlichkeit von Lebensmitteln zu berechnen. Basierend eben unter anderem auf Methan- und CO2-Ausstoß und Wasserverbrauch. Fleischprodukte führen die Liste naturgemäß an, auch Fisch steht weit oben. Als nicht so schlimm erweisen sich Suppen, Salate und Brot. Was viele übersehen, ist, dass auch Milchprodukte - die kommen bekanntlich auch von der Kuh - keine planetenfreundliche Alternative sind. Butter zum Beispiel liegt bei einer anderen Studie überhaupt noch vor dem Rindfleisch als Umweltsünder.

Darf man jetzt also essen auch nichts mehr? All diese Studien laden zu genauerem Hinsehen ein. Denn Schweinefleisch oder Geflügel sind eine gangbare Alternative für Rindfleisch - etwa, wenn es sowieso als Faschiertes nochmals weiterverarbeitet wird.

Und wenn man nun aber tatsächlich bestimmten Lebensmitteln ganz abschwören will, hilft vielleicht eine andere Studie der vergangenen Tage. Die besagte, dass Lebensmittel mit Gesichtern ungern gegessen werden. Also einfach das Steak mit traurigen Kuhaugen und Teufelshörnern vorstellen, dann vergeht angeblich schon der Gusto.