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Lebensmittel: Den Heimatmarkt verteidigen, den Ostmarkt erobern

Von Sissi Eigruber

Wirtschaft

Von allen österreichischen Unternehmen haben besonders die Klein- und Mittelbetriebe (KMU) der Lebensmittelwirtschaft Bedarf an qualifizierten Informationen, was Geschäftsmöglichkeiten in den neuen EU-Ländern betrifft. Das Landwirtschaftsministerium hat daher gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich die "ExportOffensive 1-24" ins Leben gerufen, gab Landwirtschaftsminister Josef Pröll bekannt.


"Die Lebensmittelmärkte werden mit der EU-Erweiterung neu geordnet", und es gelte auch für österrreichische Unternehmer, diese erweiterten Märkte zu nutzen, betonte Pröll am Donnerstag vor Journalisten. Natürlich würden durch die EU-Erweiterung auch der Heimatmarkt (z.B. bei Getreide) stärker unter Druck kommen, räumte Pröll auf Anfrage der "Wiener Zeitung" ein. Da laute die Devise "Ja zu A". Der Landwirtschaftsminister setzt auf das Einkaufsverhalten der Österreicher, verstärkt zu österreichischen Produkten mit dem AMA-Gütesiegel zu greifen.

Die österreichische Lebensmittelwirtschaft umfasst laut Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl 4.200 Betriebe, die mit 70.000 Beschäftigten zuletzt einen Jahresumsatz von rund 11,6 Mrd. Euro erwirtschafteten.

Durch einschlägige Beratung und Information im Zuge von "ExportOffensive 1-24" (1-24 steht für die Zollkapitel) wollen die Initiatoren die Position der österreichischen Lebensmittelwirtschaft stärken: Ziel ist es, das Exportvolumen in die zehn mittel- und osteuropäischen Länder (MOEL) innerhalb von zwei Jahren von derzeit 450 Mill. Euro um ein Drittel auf 600 Mill. Euro zu steigern. Außerdem soll in den kommenden Jahren der Anteil der exportierenden Unternehmen der Branche von derzeit 24% auf 34% steigen. In Summe werde die Initiative "Export 1-24" 1,13 Mill. Euro kosten.

Ein Handbuch mit Exportinformationen für KMU gibt es in Kürze bei der WKÖ. http://www.wko.at