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Leitl: Selbstständige sichern

Von Heiner Boberski

Politik

Christoph Leitl, Obmann der gewerblichen Sozialversicherungsanstalt (SVA), will eine freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbstständige.


Eine freiwillige Arbeitslosen-Versicherung für Unternehmer könnte schon Anfang 2006 in Kraft treten, sagte Leitl am Donnerstag in einer Pressekonferenz. Das Ziel für 2005 sei, die "soziale Absicherung" von Selbstständigen zu verbessern. Wie hoch die Beiträge für eine freiwillige Arbeitslosen-Versicherung ausfallen können, werde noch berechnet. Leitl ist sich bewusst, dass damit auch Auswirkungen auf die Pensionsversicherung verbunden sind.

Unternehmertum bedeute Risiko, führte Leitl aus, aber auch Artisten bräuchten ein Netz. Zu einer besseren sozialen Sicherung gehört für ihn ein besseres Angebot zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf im selbstständigen Bereich. Bei krankheits- und unfallbedingter Arbeitsunfähigkeit oder in der Mutterschutz-Zeit sollen daher Ersatzkräfte "zu günstigen Konditionen" zur Verfügung stehen.

Für "außerordentliche Notfälle", wenn Betriebe unverschuldet um ihre Existenz ringen, richtet die SVA einen Katastrophenfonds ein, aus dem Betroffene "rasch und unbürokratisch" bis zu 10.000 Euro Soforthilfe erhalten können.

Generaldirektor Stefan Vlasich betonte das SVA-Programm zur Gesundheitsförderung. Die Zusatzversicherung zur Zahlung von Kranken- und Taggeld soll attraktiver gemacht werden. Stolz ist die SVA auf die positive Bilanz und auf die Online-Angebote für die Versicherten.