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Leitl zuversichtlich für Handel mit Saudi-Arabien

Von Georg Friesenbichler, Riad

Wirtschaft

Keine einzige negative Reaktion österreichischer Firmen auf die nach den Terroranschlägen unsicher gewordene Lage sei bisher zu verzeichnen gewesen, betonte Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl anlässlich des Staatsbesuches von Bundespräsident Klestil in Saudi-Arabien. Die Saudis seien weiterhin hoch interessiert an österreichischer Technologie.


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Insbesondere die Wasserversorgung steht dabei im Mittelpunkt - 80% der Abwässer gingen ungeklärt in das Grundwasser der saudischen Großstädte, erklärt Leitl. Auch Wasserentsalzung sei ein wichtiges Thema in dem Wüstenstaat. Daneben biete sich aber noch eine ganze Reihe von weiteren Kooperationsmöglichkeiten: Vom Ausbau des Eisenbahnnetzes (zwischen den heiligen Städten Mekka und Medina sowie zwischen Riad und Jedah) über Arzneimittel, Energie-Drinks und Fruchtsäfte (Rauch ist jetzt schon in den Hotelbars gut vertreten) bis hin zu Seilbahnprojekten im gebirgigen Westen der arabischen Halbinsel.

Das für heuer erhoffte Volumen der Exportlieferungen betrage 2,5 Mrd. Schilling, was eine Steigerung um 20% bedeuten würde. Damit würden in Österreich 25.000 Arbeitsplätze direkt gesichert, von den indirekten Effekten ganz abgesehen.

Wirtschaftsminister Martin Bartenstein würdigt die vorsichtige Öffnung des Königreiches gegenüber privaten Investoren. Aber auch der "staatliche Sektor" soll weiterhin für österreichische Investitionen günstig sein: Nach Gesprächen mit der königlichen Garde kann sich Verteidigungsminister Herbert Scheibner darüber freuen, dass ein Auftrag für Transportfahrzeuge der Steyr Daimler Puch mit einem Volumen von 2,5 Mrd. Schilling ansteht - die Verhandlungen darüber seien im Finalstadium.

Im Rahmen des Staatsbesuches wurde auch ein bilaterales Kooperationsabkommen mit Saudiarabien unterzeichnet.