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Lieber ein Ende mit Schrecken

Von Tamara Arthofer

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WZ Tamara Arthofer
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Die Nachricht kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Denn der LASK steckt mitten in den Vorbereitungen für das Conference-League-Spiel gegen Maccabi Tel Aviv am Donnerstag (18.45 Uhr), offenbar aber auch in einem Streit mit dem ehemaligen Vizepräsidenten und sportlichem Mastermind Jürgen Werner. Der preschte in einer an oberösterreichische Medien übermittelten Stellungnahme nun vor, erklärte, sich mit Entscheidungen der Vereinsführung "absolut nicht identifizieren" zu können und daher auch keine Rückkehr anzustreben.

Nun muss man wissen, dass die Ära Werners, der sich davor als Spielervermittler und Berater einen Namen gemacht hatte, beim LASK einerseits von Erfolg, andererseits aber auch von sportjuristischen Fragezeichen begleitet war. Eine im Juni ausgesprochene 18-monatige Funktionärssperre wegen Interessenkonflikten hielt vorerst vor dem Protestkomitee nicht, der Fall wurde an den Senat 2 zurückverwiesen, ein parallel laufendes Verfahren gegen den Klub aus Mangel an Beweisen eingestellt. Somit liegt keine letztgültige Entscheidung vor, ob gegen die Regeln verstoßen wurde oder nicht.

Dennoch klingt Werners Stellungnahme larmoyant und nach einem Nachtreten, das weder seiner noch des Vereins würdig ist. Er gehe "mit Wehmut, vor allem, weil (. . .) interne Querelen im Verein dazu geführt haben, dass es so gekommen ist".

Doch weder dem LASK noch ihm kann man wirklich einen Vorwurf machen. Noch immer ist das Reglement - angefangen von der Fifa -, was geht und was eben nicht, zu schwammig formuliert. Auch wenn man seitens des Vereins betont, die Tür sei nicht verschlossen, gilt wohl eher: Lieber ein Ende mit Schrecken als juristische Auseinandersetzungen ohne Ende.