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Lieber hören statt schauen

Von Stefanie Holzer

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Fernsehen gehört zum Leben wie das Essen. Manchmal isst man allerdings etwas, das - gallisch oder gar verdorben - zwingend einige Zeit des Fastens, wenn nicht gar der Abstinenz nach sich zieht. So ist es mir letzten Samstag mit Erika Pluhars "Marafona" ergangen. Mein Gott, wie die zwei Damen fast dampfend vor Ausdruck immerzu Klavier gespielt haben und wie dieses Paar auf Abruf immer und immer wieder diese malerisch malerischen Gassen entlang gegangen ist, das war einfach zuviel . . . Lieber nicht dran denken! Lieber Radio hören.

Rainer Rosenberg hatte sich am Dienstag in "Von Tag zu Tag" Therese von Schwarzenberg eingeladen, um mit ihr über ihr neuestes Buch zu sprechen: "Krebs - heilende Krankheit?" beschäftigt sich mit der Frage, ob nicht manche Krebsarten besser durch Psychotherapien zu behandeln wären als durch Schneiden und Chemotherapien. Schwarzenberg ist eine unerschrockene Frau, die sich nicht scheut, auch an Gottseibeiuns Krebsarzt Hamer mehr als ein gutes Haar zu finden. Im Sinne des Patientenwohls denkt und sagt Schwarzenberg auch das Unerhörte. So stellt man sich einen forschenden Geist vor.

Bei der Frage BSE hingegen herrscht immer noch Finsternis: Niemand weiß, wie die Krankheit sich ausbreitet oder wodurch sie ausgelöst wird. Zur Sicherheit - wogegen frage ich, wenn man nicht weiß, was schuld ist? - schläferte man 60 Tiere ein, und am Dienstag kam dann sozusagen die gute Nachricht, dass bis zu ihrem Tod alle Tiere gesund waren. Was soll man da denken?