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Linsengericht: Letzte Grüße aus Vail

Von Francesco Campagner

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Die Ski-WM in Vail ist vorbei, Grund genug, dem Großereignis ein paar Schlußbemerkungen angedeihen zu lassen. Tag für Tag konnte sich der ORF über tolle Quoten freuen, jubelte über jede Medaille

der ÖsterreicherInnen und ließ uns Zuseher jegliche Information zukommen, die als wesentlich erachtet wurde. Doch auch die größten Erfolge konnten die Verantwortlichen am Küniglberg nicht dazu

bewegen, zwei Damenbewerbe vollständig live zu übertragen. Nachdem der erste Durchgang des Kombinationsslaloms vor über einer Woche durch den Rost fiel, war am Samstag "Free Willy 2" wichtiger als

der entscheidende zweite Durchgang des Damenslaloms. Ein typischer Einfädler, der auch bei den vom ORF so geschätzten Quoten deutlich zum Vorschein tritt.

Schlecht waren bei dieser WM die Kameraeinstellungen, regelrecht katastrophal bei den Slalombewerben. Statt des Steilhanges sah man etwa den Sessellift, von der herausragenden Qualität der ORF-

Übertragungen waren die Amerikaner meilenweit entfernt. Warum die FIS bei den Meisterschaften der Weltelite nicht auch bei den TV-Aufnahmen auf die Weltbesten setzt (immerhin wird das Produkt

Skisport durch das Fernsehen weltweit populär), bleibt ein Rätsel.

Last not least: Auch der ORF erwies Lasse Kjus letztendlich seine Referenz. Das traute Pärchen Seeger & Hinterseer saß nämlich einmütig am Sonntag in Norweger-Pullis in der Kommentatorenkabine. Wir

sahen es mit Freude.