Zum Hauptinhalt springen

Literatur, Musik und Achtung

Von István Orbán

Kommentare

Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 22 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

In "Leseprobe" auf Ö1 war Freitagabend ein Ausschnitt aus Christian Stuhlpfarrers Prosa-Erstling "fisch. ein bericht". zu hören. Der Text klang eher bemüht, zog sich dahin, war nicht recht konsistent, die gedruckte Ankündigung hatte hingegen "große Komik, die an Kommissar Kottan erinnert . . ." versprochen. Da hat man wohl, dacht' ich bei mir, aus dem Verlagsprospekt abgeschrieben, statt selbst zu lesen; was schade wär', wenn's denn so war. Nach Mitternacht dann, in "Nachtbilder" (unterbrochen von leider zumeist lärmender Musik), leise, kluge, lakonische, dichte - einfach wunderbare Gedichte von Oscar Sandner. Zu finden im Sammelband "Am Horizont des Sehens" - dringend empfohlen!

Am Samstag länger geschlafen habend, erwischte ich gerade noch das letzte Stück vom letzten Stück im "Pasticcio" auf Ö1, gefolgt von der liebenswert-fabulierenden Absage des von mir so geschätzten Paul Angerer. - Und hier ein Extempore: Als 1976 die Salzburger Bach-Gesellschaft gegründet wurde (ich freue mich in aller Bescheidenheit, damals dabei gewesen zu sein), war Paul Angerer unter jenen Musikern, die durch ihre Mitwirkung bei eher symbolischer Gage über die schwere erste Saison geholfen haben. Am kommenden Samstag feiert die Salzburger Bach-Gesellschaft ihr 25-Jahr-Jubiläum, mit einem ganztägigen musikalischen Fest in der Salzburger Altstadt. Fahren Sie hin, es wird sicherlich schön.

Zurück zum vergangenen Wochenende: Aus Anlass des internationalen Jahres der Sprachen und zum morgigen Tag der Sprachen ging's am Sonntagabend in "Ö1-extra" ums "Übersetzen der Welt". - Übersetzung hilft verstehen. Und Verstehen hilft das Andere und den Anderen achten - so ist zu hoffen.