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Lkw-Maut steigt weniger stark

Von Franz Steinbauer

Wirtschaft

Statt 5 Prozent nur 1,4 Prozent Erhöhung. | Wien. Zwar trifft die Anhebung der Lkw-Maut viele Transporteure wegen der Wirtschaftskrise zur Unzeit - trotzdem können die Frächter ein wenig aufatmen. Denn die Autobahngesellschaft Asfinag schlägt nicht die gesamte Inflation der vergangenen beiden Jahre auf die Mauttarife auf, sondern nur die Teuerung von August 2008 bis Juli 2009.


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Nicht 24, sondern nur 12 Monate valorisiert

Man gehe immer von der Teuerung nur eines Jahres aus, sagt Klaudia Niedermühlbichler, Sprecherin der Asfinag. Dass es die Anpassung für 2009 aufgrund eines Beschlusses der Regierung gar nicht gegeben hat, wirke sich nicht negativ aus. "Wir ziehen wieder zwölf Monate heran", betont Niedermühlbichler im Gespräch mit der "Wiener Zeitung".

Eine zwei Jahre umfassende Valorisierung hätte eine Verteuerung von rund fünf Prozent bedeutet. Für den tatsächlich relevanten Zeitraum von 12 Monaten kommt man freilich zu einem - für die Frächter verkraftbareren - Ergebnis, da die Inflation seit November vergangenen Jahres deutlich abgeflaut ist.

Nach Berechnungen der "Wiener Zeitung" beträgt die Erhöhung der Lkw-Maut, die im Herbst erfolgt und ab Jänner 2010 unabhängig von der Ökologisierung der Maut in Kraft tritt, 1,4 bis 1,5 Prozent. Die Kalkulation wurde unter der Annahme angestellt, dass die Juli-Inflation - wie die Teuerung im Juni - bei 0,0 Prozent zu liegen kommt. Die Statistik Austria veröffentlicht den offiziellen Juli-Wert erst Mitte August.

Jedenfalls ändert sich an der genannten Bandbreite von 1,4 bis 1,5 Prozent nichts Wesentliches mehr, da der Juli-Wert nur zu einem Zwölftel in die Berechnungssformel einfließt. Die anderen elf Inflationsraten (von August vergangenen Jahres bis Juni 2009) sind bereits bekannt.

Der Transportbranche geht es derzeit alles andere als gut. Angaben des Zentralverbandes Spedition und Logistik zufolge mussten wegen der schlechten Wirtschaftslage rund 3000 Lastwagen stillgelegt werden. Insgesamt gibt es in Österreich rund 25.000 gewerbliche Güterbeförderer.