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Logistiker Gefco verdient im Windschatten von Peugeot

Von Franz Steinbauer

Wirtschaft

PSA hat bisher rund 700 Millionen Euro in der Slowakei investiert. | Trnava. Der französische Logistiker Gefco baut sein Geschäft in Mittel- und Osteuropa kräftig aus. Besonders aktiv ist das Tochterunternehmen des Autoherstellers PSA Peugeot Citroen in der Slowakei. Dort wickeln die Franzosen die gesamte Logistik für das Peugeot-Werk im westslowakischen Trnava ab, wo seit Mai 2006 der Kleinwagen Peugeot 207 produziert wird. In diesem Jahr werde PSA in dem Werk insgesamt rund 220.000 Autos herstellen, sagte Gefco-Manager Guillaume Chavanat der "Wiener Zeitung". 2008 solle mit bis zu 300.000 Kleinwagen die Vollauslastung erreicht werden.


Gefco macht zwar einen Großteil seines Geschäfts nach wie vor mit dem Mutterkonzern PSA, doch der Anteil des Fremdgeschäfts wächst. 2006 erwirtschaftete Gefco 1272 Millionen von insgesamt 3245 Millionen Euro außerhalb der PSA-Gruppe. "In der Vergangenheit sind wir gleichzeitig mit PSA in neue Länder gegangen. Doch jetzt gibt es auch Fälle, wo wir vor PSA einen neuen Markt erschließen", erklärte Chavanat. In Russland etwa habe PSA noch gar keine Werke eröffnet. Dort wickle man Aufträge für andere Autohersteller wie zum Beispiel Renault ab.

Neben dem Peugeot 207 produziert PSA in Trnava in Kürze noch ein zweites Modell, die Entscheidung welches, ist jedoch noch nicht gefallen. Fix ist nur, dass PSA dafür heuer und im kommenden Jahr rund 100 Millionen Euro in die Hand nehmen wird, wie Werksleiter Alain Baldeyrou der slowakischen Wirtschaftzeitung "Hospodarske noviny" sagte. Zuvor hatte PSA rund 700 Millionen Euro in den Bau des Werks investiert.